Am Samstag, 22. August 2026, führte uns der diesjährige Regionale Familienausflug der Syna Region Graubünden/Sarganserland in die Surselva. Bereits um 8.30 Uhr trafen wir in Trun ein. Im Garten des Museums Sursilvan Cuort Ligia Grischa wurden wir von der Sektion Cadi herzlich mit Kaffee und Gipfeli begrüsst – ein gemütlicher Start in unseren gemeinsamen Ausflugstag.
Anschliessend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe das Museum besichtigte, fuhr die andere zur Destillaria Candinas in Surrein. Danach wurde gewechselt, sodass alle beide Führungen erleben konnten.
Ein Stück Bündner Geschichte
Die Cuort Ligia Grischa ist nicht nur ein Museum, sondern auch ein wichtiger Ort der Bündner Geschichte. Trun war ein bedeutender Ort des Grauen Bundes, der hier 1424 erneuert und erweitert wurde. Später schlossen sich der Graue Bund, der Gotteshausbund und der Zehngerichtebund zum Freistaat der Drei Bünde zusammen – daraus entwickelte sich schliesslich unser heutiger Kanton Graubünden.
Während der Führung gab es viel Spannendes zu entdecken. Besonders beeindruckten uns die Werke von Alois Carigiet (1902–1985). Der in Trun geborene Künstler, Maler und Illustrator wurde weit über die Schweiz hinaus bekannt. Unvergessen sind vor allem seine Illustrationen zum Kinderbuchklassiker «Schellen-Ursli». Seine Originalwerke aus nächster Nähe betrachten zu können, war etwas ganz Besonderes.
Tradition und moderne Architektur in Surrein
Ebenso spannend war der Besuch bei der Destillaria Candinas in Surrein, wo seit bald 200 Jahren Branntweine hergestellt werden. Ein grosser Teil der Produktion erfolgt als Lohnbrennerei: Kundinnen und Kunden bringen ihr eigenes Obst, das dort zu Branntwein verarbeitet wird. Eine besondere Spezialität ist das Enziandestillat, das aus den Wurzeln des roten Alpen-Enzians gewonnen wird.
Ein echter Blickfang ist auch das moderne Gebäude der Brennerei. Der vom Disentiser Architekten Aluis Huonder entworfene Bau hat die Form eines Tropfens – passend zur Destillerie und ihrem Logo. So treffen hier altes Brennerhandwerk und moderne Architektur auf besondere Weise zusammen.
Zeit für Gemeinschaft und Genuss
Nach den beiden Führungen durfte das gemütliche Beisammensein nicht fehlen. Beim gemeinsamen Spaghetti-Plausch in Trun konnten wir uns stärken, miteinander plaudern und die vielen Eindrücke des Vormittags austauschen. Ein feines Dessert rundete das Mittagessen ab.
Am Nachmittag machten wir uns wieder auf den Heimweg nach Chur. Hinter uns lag ein abwechslungsreicher Tag mit viel Bündner Kultur, interessanten Einblicken und vor allem schönen gemeinsamen Momenten.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren und diesen Regionalen Familienausflug zu einem schönen und gelungenen Tag gemacht haben.