Zum ersten Mal beteiligte sich die Syna Ostschweiz aktiv an einer 1.-Mai-Kundgebung. Unter dem Dach von Travail.Suisse Ostschweiz setzte sie gemeinsam mit dem Thurgauer Gewerkschaftsbund und der SP Thurgau in Amriswil ein Zeichen für Solidarität, faire Arbeitsbedingungen und politisches Engagement.
Text und Fotos: Ramona Riedener-Mazenauer
Rund 260 Personen, darunter eine Delegation der Syna Ostschweiz aus beiden Sektionen, versammelten sich beim Bahnhof in Amriswil. Unter dem Motto «Jobs und Löhne verteidigen – Nein zur Abschottung» setzte der Anlass unter dem Dach von Travail.Suisse Ostschweiz gemeinsam mit Partnerorganisationen ein klares Zeichen für Solidarität und faire Arbeitsbedingungen.
Solidarität und soziale Anliegen
Nach dem Demonstrationsmarsch eröffnete Lukas Auer, Präsident des Thurgauer Gewerkschaftsbunds, im Kulturforum die Kundgebung mit den Rednerinnen und Redner. Barbara Gysi, Nationalrätin SP (SG), betonte die Bedeutung starker Gesamtarbeitsverträge. Nina Schläfli, Nationalrätin SP (TG), stellte den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gleichstellung in den Fokus. Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, kritisierte die «Chaos-Initiative» und warnte vor Lohndruck. Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse, forderte besseren Schutz für Arbeitnehmende. Vica Mitrovic, Autorin von «Gastarbeiter», sprach über Migration und die Lebensrealitäten von Arbeitnehmenden. Ein weiteres Anliegen war die Forderung nach einem Frauenhaus im Kanton Thurgau.
Für die Syna Ostschweiz war die erstmalige Teilnahme am 1. Mai in Amriswil ein wichtiger Schritt. Sie zeigte Präsenz als engagierte Vertreterin der Arbeitnehmenden in der Region und nutzte den Anlass für den Austausch mit Travail.Suisse Ostschweiz und anderen Gewerkschaften.