Wenn Engel reisen, bleiben Schirme trocken – Syna-Reise nach Burghausen vom 14.–16. Mai 2026
Schirme umsonst eingepackt: Drei erlebnisreiche Tage erlebten 32 Reiselustige über das Auffahrtswochenende in Burghausen in Oberbayern. Trotz ungünstiger Wetterprognosen blieb der Regen aus – dafür sorgten historische Burgen, kulturelle Entdeckungen und einige ungeplante Programmänderungen für Abwechslung und Gesprächsstoff.
Text und Fotos: Pius Riedener, Untereggen
Wer vor der Abreise einen Blick auf die Wettervorhersage geworfen hatte, rechnete mit regnerischen Tagen. Doch bereits am ersten Reisetag zeigte sich, dass sich das Wetter nicht immer an Prognosen hält. Die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Carreise nach Burghausen konnten ihre Schirme während der gesamten Reise praktisch geschlossen lassen.
Nach der Abfahrt in St. Gallen führte die Route über Memmingen, Kempten und Schongau nach Bad Tölz. Nach dem gemeinsamen Mittagessen blieb Zeit für einen individuellen Rundgang durch die historische Altstadt. Die prächtigen Patrizierhäuser mit ihren kunstvollen Lüftlmalereien sowie Sehenswürdigkeiten wie das Denkmal des Feldhauptmanns Kaspar Winzerer III, das historische Handwerksviertel «Das Gries» und der Kahnturm vermittelten einen lebendigen Eindruck der bewegten Geschichte des Ortes.
Am späteren Nachmittag erreichte die Reisegruppe ihr Ziel Burghausen. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Glöcklhofer und einem feinen Abendessen klang der erste Reisetag gemütlich aus.
Ein Höhepunkt der Reise war am zweiten Tag die Führung durch die weltlängste Burganlage. Auf einer Länge von 1'051 Metern beeindruckte die über tausendjährige Anlage mit ihren sechs Höfen und zahlreichen Türmen. Besonders lebendig wurde die Geschichte bei den Erzählungen zur berühmten Landshuter Hochzeit von 1475. Die Zahlen waren beeindruckend: 10'000 Gäste, 9'000 Pferde, 146 Köche und Mengen an Fleisch, Geflügel und Eiern, die wohl jede heutige Festwirtschaft an ihre Grenzen bringen würden und selbst Grossanlässe von heute bescheiden erscheinen. Nach dem Burgbesuch führte der Weg hinunter in die Altstadt von Burghausen, wo ein gemeinsames Mittagessen auf die Reisegruppe wartete. Anschliessend musste das Programm erstmals angepasst werden: Die geplante Plättenfahrt auf der Salzach konnte wegen des tiefen Wasserstandes nicht durchgeführt werden. Stattdessen besuchte ein Teil der Gruppe eine regionale Brauerei, während andere die historische Altstadt auf eigene Faust erkundeten.
Auch der dritte Reisetag brachte eine kurzfristige Änderung. Der Besuch einer Erlebnisschmiede musste aus gesundheitlichen Gründen des Schmieds abgesagt werden. Als Alternative stand ein Ausflug nach Altötting auf dem Programm. Der bedeutende Wallfahrtsort beeindruckte mit seinen zahlreichen sakralen Bauten und seiner besonderen Atmosphäre. Bis heute zieht die Schwarze Madonna jährlich Tausende Pilgerinnen und Pilger aus dem In- und Ausland an.
Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen in Burghausen trat die Reisegruppe die Heimfahrt Richtung Schweiz an. Mit im Gepäck waren zahlreiche schöne Erinnerungen, interessante Einblicke in die Geschichte Oberbayerns und die Erkenntnis, dass selbst die schlechteste Wetterprognose nicht immer recht behalten muss.
