Zehn Traktanden, klare Entscheide und am Ende ein Gänsehautmoment. Die Delegiertenversammlung der Region Oberer Zürichsee am 11. April im Restaurant «Meinradsberg» in Einsiedeln begann mit Zahlen und Berichten und endete mit Hexen, Geistern und einem geheimnisvollen Sagenerzähler. Aus Pflicht wurde ein Abend mit Staunen, Schmunzeln und leisen Gänsehautmomenten.
Text und Bilder Bruno Füchslin / Aktuar ROZ
Zehn Traktanden standen auf der Liste. Einige waren rein statutarischer Natur, andere dienten der aktuellen Information. ROZ Präsident Felix Weber begrüsste 29 Stimmberechtigte, welche das Geschäftsjahr 2025 mit ihren Zustimmungen Schritt für Schritt ad acta legten.
Der neue Sekretariatsleiter Daniel Zoricic stellte sich den Anwesenden kurz vor, die bisher noch keinen Kontakt mit ihm hatten, und zog eine erste Bilanz. «Ich habe vieles neu erfahren und lernen müssen, fand Erfreuliches wie Schwieriges vor, unter dem Strich eine interessante Herausforderung», sagte er. Zoricic ging auf mehrere Punkte ein, unter anderem auf die Zusammenarbeit der Regionen Zürich Schaffhausen und ROZ. Das Nettowachstum der ROZ lag 2025 bei 14 Neumitgliedern, per 31. Dezember waren 1581 Personen eingeschrieben. Die Ausführungen des Vorsitzenden sowie die schriftlichen Jahresberichte des ROZ Präsidenten, des Kassiers und der Sektionen wurden ohne Gegenstimme angenommen.
Kontinuität und Ausblick
Für die laufende Legislatur wurden Vizepräsident Andreas Stocker und Kassier Marco Faccin für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Faccin bat die Teilnehmenden, ihn bei der Suche nach einer Nachfolge mit Flair für Zahlen und Buchhaltung zu unterstützen.
Im Ausblick auf das laufende Jahr stand der Regionalanlass vom 19. September im Zentrum, eine Stadtführung in Glarus, organisiert von der Sektion Glärnisch. Im nächsten Jahr führen die Immigrati diesen Traditionsanlass durch. Die Delegiertenversammlung 2027 am 10. April im Restaurant «Hirschen» in Wangen liegt in der Verantwortung der Sektion March.
Geschichten aus dem Dunkel
Dann wurde es still im Raum. Sagenerzähler Guido Schuler trat nach vorne, in schwarzer Kutte, mit wachem Blick und der Ruhe eines Mannes, der seit Jahren mit Mythen und Märchen lebt. Er beschäftigt sich seit langer Zeit mit der Schwyzer Sagenwelt und führt das Werk früherer Sammler weiter, indem er alte Überlieferungen erzählt und neu zum Klingen bringt.
Genuss am Schluss
Zum Abschluss sorgte die Küche des «Meinradsberg» für handfeste Genüsse. Serviert wurde Salat, Härdöpfelstock mit Hacktätschli und Gemüse. Die Muotathaler Rahmkirschtorte bildete einen süssen Schlusspunkt. Und das kleine «Bhalti» aus der «Goldapfel» Bäckerei begleitete alle nach Hause, eine Geste, die den gelungenen Tag stimmig abrundete. Der Sektion Einsiedeln gilt grosser Dank für Organisation, Aufmerksamkeit und Herz.