Gemeinsam Appenzell Biber backen
Die Syna-Familie erlebte in der Landbäckerei Sammelplatz in Appenzell, wie aus Teig, Mandeln und Handwerk ein Stück Appenzeller Tradition entsteht.
Text und Fotos: Ramona Riedener-Mazenauer
Der Nebel lag schwer, feucht und undurchdringlich über Wiesen und Dächern im Tal. Auf der Fahrt von Altstätten die Stosstrasse hinauf lichtete sich kurz vor der Passhöhe plötzlich der Himmel, und die Sonne brach durch die dichte Wolkendecke. So versammelte sich die Syna-Familie im goldenen Sonnenlicht vor der Landbäckerei Sammelplatz in Appenzell. Ein besonderes Highlight im Syna-Veranstaltungskalender wartete auf sie: Biber backen in der Backstube der Familie Fässler.
Nachdem Jacqueline Fässler die 35 Schnupperbäckerlehrlinge begrüsst und ihnen die Geschichte der bald hundertjährigen Familienbäckerei erzählt hatte, folgten die kleinen und grossen Nasen dem verführerischen Duft in die warme Backstube. Dort hiess es zuerst Hände waschen, Schuhüberzieher und Schürze anziehen, bevor am grossen Tisch Hans-Ueli Fässler sie erwartete. Alles war vorbereitet, Teig und Füllung standen bereit. Nach einer kurzen Einführung zeigte er die einzelnen Arbeitsschritte, bevor sich die Biberbäcker ans Werk machten.
Der Duft von Tradition
Während sich der feine Duft aus dem Ofen in der ganzen Backstube ausbreitete, durften die Gäste nebenan die Appenzeller Spezialität gleich selbst probieren. Dabei erfuhren sie, dass der Appenzeller Biber eine lange Tradition hat und seine Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Die Familie Fässler legt auch heute grossen Wert auf beste Rohstoffe, handwerkliches Geschick und überlieferte Familienrezepte. Welche Gewürze und Zutaten im Teig stecken, erraten nur die feinsten Nasen. Das genaue Rezept bleibt ein Geheimnis – so gut gehütet wie dasjenige des Appenzeller Käses. Inzwischen sind die Biber fertig gebacken. Stolz nehmen die kleinen und grossen Biberbäcker ihr Werk in Empfang - zum Selberessen, Teilen, Verschenken oder als süsse Erinnerung an den Syna Anlass.
