Wechsel in der Syna Ostschweiz Lokomotive
Nach 16 Jahren an der Spitze der Syna Region Ostschweiz tritt Othmar Widmer zurück. Seine letzte Fahrt als Regio-Präsident führte durch ein Vereinsjahr voller Herausforderungen. Doch der Zug blieb auf den Schienen und die Nachfolge ist glanzvoll gesichert.
Text: Ramona Riedener-Mazenauer
Fotos: Vincenzo Urso
Ein sonniger Samstagmorgen Anfang Juni. Zischend und rauchend nahm die Dampfloki in Mörschwil Fahrt auf. Im Führerstand Othmar Widmer, bereit für seine letzte Fahrt als Lokführer. 17 Delegierte der Syna Region Ostschweiz sowie Werner Rüegg von Transfair trafen sich im Alters- und Pflegeheim Maurini, um bei diesem bedeutenden Anlass dabei zu sein. Sie und viele weitere Vorstandsmitglieder, Kolleginnen, Kollegen und Weggefährten haben den weitsichtigen, engagierten Regio-Präsidenten über Berg und Tal, bei Sturm und Wetter auf zahlreichen Fahrten begleitet, seit er am 8. Mai 2010 als vierter Präsident die Leitung der Region übernahm.
Fahrt durch Sturm und Felsental
Othmar Widmers anschliessender Jahresbericht glich nochmals einer Fahrt durch tiefes Felsental und über sonnige Höhen. Hinter dem Syna-Kapitän liegt ein Jahr voller Zerreissproben. Ein massiver Mitgliederrückgang und finanzielle Sorgen forderten den Verband ebenso wie rauchende Köpfe bei den Krisensitzungen mit der Zentrale in Olten. Auch schmerzhafte Personalentscheide und die jahrelange, äusserst schwierige Suche nach einer Nachfolge für Othmar Widmer verlangten allen Beteiligten alles ab. Doch der Zug blieb auf den Schienen, getragen vom grossen Durchhaltewillen und dem Engagementr Profis. Der Jahresbericht verweist auch auf stolze Erfolge. Zusammen hat die Syna-Familie ihr Soll bei der Unterschriftensammlung für die Familienzeit-Initiative erreicht. Die unentgeltliche Rechtsauskunft bietet Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen. Neue Impulse zeigten Wirkung, besonders bei der gut aufgestellten Migrationsgruppe, bei den erfolgreichen Baustellenbesuchen zur Mitgliederwerbung und durch den gelungenen Start des neuen Werbers Antonio Jucando.
Weisser Rauch und ein neuer Präsident
Das Highlight des Vereinsjahrs folgte im Februar, als plötzlich weisser Rauch zum Himmel stieg. «Habemus novum Präsidentem», verkündete Othmar Widmer, Mitglied der Sektion Kirchliche Berufe, voller Euphorie. Bald ging die frohe Kunde durch die Syna-Familie, dass mit Ruben Hefti aus Winterthur ein neuer Präsident bereitstand, das Steuer zu übernehmen. Es erstaunte niemanden, dass kein Mitglied der 17-köpfigen Wählerschaft ihm die Stimme verweigerte.
Bevor die DV mit einem Apéro, einem unterhaltsamen und stimmigen Intermezzo der Zwei-Mann-Band «Los GamBas» und einem feinen Mittagessen endete, hiess es, von einem weiteren prägenden Vorstandsmitglied Abschied zu nehmen. Danilo Ronzani, der die Syna jahrzehntelang mit grossem Herzblut geprägt hatte, verlässt den Vorstand und tritt Ende Jahr in den Ruhestand.
