«Der Ton macht die Musik», lautet ein viel zitiertes Sprichwort. Wie man was sagt, kann verändern, was man sagt. Respekt und Vertrauen sind die Grundlagen einer guten Kommunikation und unabdingbar für ein gutes Arbeitsklima.
Am 08. Juni 2021 machte die Gewerkschaft Syna Graubünden/Sarganserland in Zusammenarbeit mit der Region Ostschweiz in Chur und am 10. Juni in St. Gallen an ihren Aktionstagen auf die prekären Arbeitsbedingungen aufmerksam, von denen besonders Frauen vielfach betroffen sind.
Wenn sich Arbeitnehmer und Chef wegen einer Kündigung, der Arbeitszeit oder dem Lohn streiten, versucht die Schlichtungsstelle eine Einigung zu erzielen. Die Schlichtungsstellen für Arbeitsverhältnisse im Kanton St. Gallen bestehen aus einem Präsidenten, seinen Stellvertretern, sowie aus gleichvielen Vertretern auf Seiten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Primo Facci aus Gossau ist seit 1. Juni 2009 einer der Arbeitnehmervertreter der Schlichtungsstelle des Gerichtskreises St. Gallen. Das Mitglied des Regionalvorstands der Syna Ostschweiz, Aktuar der Region sowie Zentralvorstandsmitglied der Syna Schweiz erzählt in einem Interview von seinem spannenden Mandat.
Am 12. Mai, am internationalen Tag der Pflege haben in der ganzen Schweiz verschiedene Organisationen, Gewerkschaften und Verbände auf die Arbeitsbedingungen des Personals im Gesundheitswesen aufmerksam gemacht.
Der Syna Ostschweiz ist es gelungen für die Mitarbeitenden des Rheintaler Textilherstellers Schoeller Textil AG eine Lohnerhöhung zu erreichen
In einer Zeit, als die Termine noch von Hand in die Agenda eingetragen wurden, die „Hölzigen" und Bauarbeiter, die Jünger Gutenbergs, die Fabrikarbeiter und allen voran die Angestellten aus Büro, Verkauf oder Gastgewerbe ihr eigenes (Gewerkschafts)-Süppchen kochten, fand der junge Schreiner Danilo Ronzani aus dem Thurgauischen Kradolf zum CHB, dem Christlichen Holz- und Bauarbeiterverband.
Zusammenarbeit mit Wirtschaftsverbänden, Politik und Regierungsbehörde
Zusammen sind wir stark!", ist das Motto der Gewerkschaft Syna. Dass heute nicht mehr jeder sein eigenes Süppchen kochen kann, ist längst in aller Munde.
Ein denkwürdiges Jahr liegt hinter uns. Kaum jemand hätte sich je vorstellen können, dass ein Virus die ganze Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Nachdem das öffentliche Leben im Frühling grösstenteils stillstand, kehrte im Sommer wieder etwas Normalität zurück. Doch bevor die Wissenschaftler Medikamente und Impfstoffe entwickeln konnten, kehrte Covid 19 zurück. Näher als zuvor begleitet uns das Virus und beherrscht unser Leben in der Weihnachtszeit. Danilo Ronzani, Regionalverantwortlicher der Syna Ostschweiz und sein Team war auch während der Corona-Krise nah bei den Mitgliedern. Im Interview berichtet er, wie es ihm in der aussergewöhnlichen Situation ergangen ist.
Das letzte Mal, dass ich einen offiziellen Brief an Euch geschrieben habe, ist schon recht lange her. Ich denke aber, dass es dafür aktuell viele Gründe gibt. Natürlich ist ein Brief nicht so persönlich, wie der direkte Kontakt, den wir ja in diesen Tagen, Wochen und Monaten leider aufs Minimum beschränken müssen.
Das Jahr 2020 ist ein sehr, sehr schwieriges Jahr - dank diesem blöden „Käfer",der alles was uns lieb ist, auf den Kopf gestellt hat. Nicht nur, dass im Frühling der Lockdown verunmöglichte Ferien, Freizeitvergnügen und kulturelle Anlässe durchzuführen, er zwang uns auch, daheim zu bleiben.
Seit rund einem Jahr ist die Syna fester Bestandteil im Unterrichtsplan des Ostschweizer Berufsschulzentrum in Arbon. Der Regionalsekretär und Jugendverantwortlicher Ivan Tosti unterrichtet die Auszubildenden im Allgemeinbildungsfach Arbeitsrecht und Sozialpartnerschaft.
Der Stadtrat von St. Gallen hat eigenmächtig die Ladenöffnungszeiten in der Innenstadt verlängert. Seit 1. Juni sind Sonntagsverkäufe möglich und die Geschäfte dürfen unter der Woche bis 20 Uhr offen haben. Ein Komitee mit Vertretern aus Gewerkschaften, linken Parteien sowie christliche Organisationen haben eine Initiative dagegen lanciert. Die Unterschriftensammlung startet am 30. Oktober 2020.
Der Vaterschaftsurlaub, über den am 27. September abgestimmt wird, stösst bei fast allen Parteien und einer grossen Allianz von Organisationen auf Zustimmung. Auch in der Ostschweiz setzt sich ein breit abgestütztes und prominent besetztes Komitee für diesen längst fälligen Schritt ein.
Lernende nach Lehre weiter beschäftigen
Für Travail.Suisse Ostschweiz und die Gewerkschaft SYNA Region Ostschweiz ist es von enormer Bedeutung, dass Lehrstellen weiterhin besetzt und Lernende ausgebildet werden können. Ebenso wichtig ist es, dass die Jugendliche nach dem Lehrabschluss eine Weiterbeschäftigung finden. Die Firmenleitungen sind gefordert, denn Lernende sind die zukünftigen Fachkräfte.
Das im Jahr 1868 gegründete Traditionsunternehmen mit Sitz in Sevelen (SG) und die Gewerkschaft Syna konnten in konstruktiven Verhandlungen für die Mitarbeitenden die Arbeitsbedingungen weiter modernisieren. Der neue Kollektivarbeitsvertrag tritt rückwirkend per 1. April 2020 in Kraft.
Beitrag zur Portraitserie: „Leben und Arbeiten in der Corona-Krise"
Als Journalistin und Medienverantwortliche der Syna Ostschweiz bin ich normalerweise mitten in der Szene, über die ich berichte. Ich spreche mit Menschen, begegne ihnen in ihrem Umfeld, fotografiere sie mit Tieren und schönen Landschaften, bevor ich daraus authentische Geschichten über ihr Leben und ihre Arbeit schreibe.
