Zur Förderung der Gleichstellung und Erwerbstätigkeit, gegen Versorgungsengpässe und den Fachkräftemangel, für den Zusammenhalt der Generationen: Eine breite Allianz aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit Vertreter:innen der Mitte, Grünen, GLP, SP, EVP, FDP, alliance F und Travail.Suisse hat heute 112'517 gültig bescheinigte Unterschriften für die Eidgenössische Volksinitiative «Starke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternzeit (Familienzeit-Initiative)» bei der Bundeskanzlei in eingereicht. Die Allianz hat die grosse Schluss-Mobilisierung und den grossen Zuspruch in der Bevölkerung heute mit einem fröhlichen Fest für Familien, Kinder, über alle Generationen hinweg gefeiert.
Die Schweiz verändert sich und mit ihr müssen sich auch ihre Infrastrukturen wandeln: Die Bevölkerung wird immer älter, es leben mehr Menschen in Rente als früher – gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren, die Geburtenrate sinkt auf rekordtiefe 1.3 Kinder pro Frau. In vielen Bereichen drohen Arbeitskräftemangel und Versorgungslücken. Unsere Nation muss Infrastrukturen neu denken und Rahmenbedingungen schaffen, welche die Generationen stützen, zusammenhalten und in Nation in die Zukunft tragen.
Eine Investition, die sich lohnt!
Für Léonore Porchet (Nationalrätin GRÜNE/VD) ist die Familienzeit-Initiative die beste Chance, die Schweizer Familienpolitik voranzubringen: «Mütter, Väter und Kinder verdienen etwas Besseres als die aktuelle Situation. Die Familienzeit ist eine Investition in eine Gesellschaft, die für alle funktioniert.» Zu oft starte man zwar als modernes Paar in die Elternschaft, komme dann aber als traditionelle Familie wieder heraus. Die Mutterschaft bedeute für Frauen in der Schweiz häufig einen Einschnitt im Berufsleben, der mit einer deutlichen Reduzierung der Arbeitszeit verbunden ist – was sie finanziell bis zur Rente benachteiligt. Man tue dies als Privatsache ab, obwohl die Bedingungen, unter denen man diese persönlichen Entscheidungen treffen kann oder nicht, die gesamte Gesellschaft betreffen.
Deutliche Verbesserung für Arbeitnehmende mit tiefem Einkommen
Adrian Wüthrich (Präsident von Travail.Suisse) hat bereits an vorderster Front für den Vaterschaftsurlaub gekämpft und sieht in der Familienzeit eine selbstverständliche Weiterführung dieses Engagements: «Die Familienzeit-Initiative verbessert die Situation gerade für Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen erheblich, denn sie sieht für diese einen Erwerbsersatz von 100% vor – damit niemand aus finanziellen Gründen auf die Familienzeit verzichten muss.» Mit der Familienzeit tragen wir der Gesundheit von Kindern und Eltern Sorge. Das lohne sich für alle: Familie, Gesellschaft und Wirtschaft. «Jeden Franken, den wir hier investieren, erhält unsere Wirtschaft und Gesellschaft um ein Vielfaches zurück: weil wir Familien entlasten, Kinder stärken und es Eltern erleichtern, langfristig berufstätig zu bleiben.»
Gleich lange Spiesse für KMU
Matthias Samuel Jauslin (Nationalrat GLP/AG und KMU-Unternehmer): «Als Inhaber eines KMU finde ich es besonders wichtig, dass die Elternzeit gemeinsam finanziert werden soll. Auf diese Weise sichern wir dem Gewerbe attraktive Arbeitsplätze und Fachkräfte.» KMU gerieten heute im Wettbewerb um Fachkräfte zunehmend ins Hintertreffen, weil urbane Zentren und Grossunternehmen ihren Mitarbeitenden attraktivere familienfreundliche Arbeitsbedingungen bieten könnten. Die Familienzeit ermögliche den Unternehmen Planbarkeit und Berechenbarkeit rund um die Elternschaft ihrer Mitarbeitenden. «Eine vernünftige, gemeinsam finanzierte Familienzeit schafft für KMU und ländliche Regionen gleiche Chancen im Wettbewerb um Fachkräfte».