Ab dem 1. Oktober können Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fachausweises, eines eidgenössischen Diploms oder eines Diploms einer höheren Fachschule die Titelzusätze «Professional Bachelor» oder «Professional Master» verwenden. Travail.Suisse begrüsst das Inkrafttreten dieser Reform, die das Ergebnis mehrjähriger politischer Arbeit zur Stärkung der höheren Berufsbildung ist.
Über die schlechten Arbeitsbedingungen im Detailhandel war in letzter Zeit viel zu lesen. Nun könnte sich die Situation weiter verschärfen. Müssen die Angestellten künftig dreimal so häufig Sonntagsarbeit leisten wie bisher? Dieses Szenario droht, nachdem in einem ersten Schritt der Nationalrat an der Vorlage «Zeitlich befristete Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten» festhält. Sollte die Initiative am Ende angenommen werden, stellt die Gewerkschaft Syna gemeinsam mit den Partnerorganisationen der Sonntagsallianz ein Referendum in Aussicht.
Zur Förderung der Gleichstellung und Erwerbstätigkeit, gegen Versorgungsengpässe und den Fachkräftemangel, für den Zusammenhalt der Generationen: Eine breite Allianz aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit Vertreter:innen der Mitte, Grünen, GLP, SP, EVP, FDP, alliance F und Travail.Suisse hat heute 112'517 gültig bescheinigte Unterschriften für die Eidgenössische Volksinitiative «Starke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternzeit (Familienzeit-Initiative)» bei der Bundeskanzlei in eingereicht. Die Allianz hat die grosse Schluss-Mobilisierung und den grossen Zuspruch in der Bevölkerung heute mit einem fröhlichen Fest für Familien, Kinder, über alle Generationen hinweg gefeiert.
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst den heutigen Entscheid des Ständerates, alle 14 innenpolitischen Massnahmen zur Sicherung des Lohnschutzes zu unterstützen. Damit respektiert der Rat den sorgfältig ausgehandelten innenpolitischen Kompromiss der Sozialpartner und schafft eine wichtige Voraussetzung für die Unterstützung der Bilateralen III. Nun muss auch der Nationalrat das Lohnschutzpaket ohne Abstriche mittragen.
Die Krankenkassenprämien steigen 2027 durchschnittlich um 5,0 Prozent. Die mittlere Monatsprämie erhöht sich damit um 19.70 Franken auf 412 Franken. Für Syna ist die Schmerzgrenze erreicht: Die Gewerkschaft fordert einen befristeten Prämienstopp und eine deutlich stärkere Entlastung für Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen.
Die Erwerbslosigkeit bei jungen Erwachsenen hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Neben einer schwächeren Konjunktur haben dazu insbesondere der Abbau von Einstiegsstellen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz sowie gesundheitliche Belastungen beigetragen. Der Berufseinstieg erfordert deshalb für junge Erwachsene mehr Zeit und Unterstützung. Der Nationalrat war heute nicht bereit, diese Investition in die Zukunft junger Berufsleute zu tätigen. Travail.Suisse bedauert diesen Entscheid und erachtet ihn als kurzsichtig.
Der Nationalrat hat heute beschlossen, der parlamentarischen Initiative Schmezer (25.457) keine Folge zu geben. Sie verlangte, dass die Versicherer und nicht die Arbeitnehmenden haften, wenn es der Arbeitgeber versäumt, die Prämien für Unfall- und Krankentaggeldversicherung zu bezahlen. Travail.Suisse bedauert sehr, dass der Nationalrat diese einfache, aber für die Betroffenen sehr wichtige, Verbesserung nicht einführen will.
Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst die Ablehnung der Neutralitätsinitiative durch die Stimmberechtigten. Damit bleibt der aussen- und sicherheitspolitische Handlungsspielraum der Schweiz erhalten. Dies ist auch für stabile Beziehungen zu unseren wichtigsten Handelspartnern und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen entscheidend.
Der neu verhandelte Gesamtarbeitsvertrag (GAV) 2027/2028 für die grafische Industrie, wurde den zuständigen Gremien bzw. Mitgliedern der drei Sozialpartner syna, syndicom und viscom zur Annahme vorgelegt. Bei allen Sozialpartnern wurde das neue Vertragswerk gutgeheissen. Der überarbeitete GAV tritt auf 1.1.2027 in Kraft.
Bis zu 580 von 730 Stellen sind bedroht. Für Syna ist der geplante Kahlschlag ein Fall von Gewinnmaximierung. Die Gewerkschaft fordert den Erhalt der Arbeitsplätze und ruft die Politik zum Handeln auf.
Die Gesundheitsversorgung ist am Limit: Bis 2034 braucht die Schweiz über 110'000 neue Mitarbeitende. Dafür müssen die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Um den Druck auf die Politik zu erhöhen, ruft die Gewerkschaft Syna am 28. November 2026 zu einer nationalen Demonstration und im nächsten Jahr zu einem Care-Streik auf.
Die Ergebnisse von PISA 2025 liegen vor: Die Jugendlichen in der Schweiz erzielen im internationalen Vergleich weiterhin gute bis sehr gute Ergebnisse. Gleichzeitig zeigen sich rückläufige Leistungen in Mathematik und Lesen sowie erhebliche Unterschiede nach sozialer Herkunft. Für benachteiligte Schülerinnen und Schüler bleibt das Erreichen des Mindestkompetenzniveaus eine Herausforderung. Für Travail.Suisse ist die Stärkung der Grundkompetenzen eine gemeinsame Aufgabe: Sie sind für die künftigen Arbeitnehmenden, die Wirtschaft und die Gesellschaft unverzichtbar.
Nach dem Stellenabbau in Stein (AG) trifft es nun den Standort von Novartis im Kleinbasel. Rund 200 Mitarbeitende sind betroffen, bis zu 130 Arbeitsplätze könnten wegfallen. Syna fordert den Verzicht auf Entlassungen und die Weiterbeschäftigung der Betroffenen in der Nordwestschweiz.
Im September 2025 lancierte die Nationale Migrationskommission von Syna eine Petition, um einen vorübergehenden Stopp der Erhöhung der Krankenkassenprämien zu fordern. Die Mobilisierung war gross: In nur drei Monaten sammelten ihre Mitglieder fast 3000 Unterschriften
Die WBK-N hat heute ihre Position zu einem Vorstoss bekräftigt, der die Ausnahmen von der Pflicht zur Wiederholung der Lohngleichheitsanalyse in Unternehmen abschaffen will. Travail.Suisse begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich und sieht darin ein wichtiges Signal an den Nationalrat.
