Migrantinnen und Migranten

Migrantinnen und Migranten

Syna steht ein für Menschen mit Migrationshintergrund in der Arbeitswelt.
Bei uns erhalten Sie Beratung – wenn immer möglich in Ihrer Sprache.
Wir kümmern uns um Themen wie Integration oder Diskriminierung und beobachten die politischen Entwicklungen rund um Migration.
Die Fachstelle Migration von Syna erarbeitet die Grundlagen für unsere Arbeit. Sie behandelt gesellschaftliche und politische Aspekte rund um das Thema Migration.
Die Verantwortliche der Fachstelle, Selina Tribbia, erteilt gerne weitere Auskünfte.

Angebote

Beratung
In Ihrem Syna-Regionalsekretariat werden Sie kompetent in Ihrer Muttersprache beraten: in Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Serbokroatisch, Mazedonisch oder Albanisch.
Neben der Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen erhalten Sie auch Informationen zu regionalen Integrationsangeboten.
Weiterbildung und Tipps
Wir fördern Ihre Sprachkenntnisse: Enaip bietet Syna-Mitgliedern Kurse zu sehr guten Konditionen an.
Mit uns erhalten Sie Zugang zu einem lokalen, sozialen Netzwerk von ausländischen Arbeitnehmenden, die Ihnen wertvolle Tipps für Ihren weiteren Weg in der Schweiz geben können.

Werden Sie aktiv

In der Migrationskommission arbeiten Syna-Mitglieder sowie Funktionärinnen und Fuktionäre mit Migrationshintergrund aus der ganzen Schweiz zusammen. Sie treffen sich dreimal jährlich in Olten.
Einmal jährlich findet die Migrationskonferenz mit einem informativen Teil statt.
Der Vizepräsident der Kommission, Pietro Di Martino, erteilt gerne weitere Auskünfte.

Politik und Recht

Einbürgerungsgesetz
Das neue Einbürgerungsgesetz gefährdet die grundlegenden Rechte der Arbeitsmigranten. Seit 2018 gelten verschärfte Bedingungen.
Was diese verlangen – Sprachkenntnisse, Arbeitsleben, Aufenthaltsbewilligung usw – erfahren Sie in unserer Broschüre, die es bald hier digital oder in    Ihrem Regionalsekretariat  in gedruckter Form gibt.

humanrights.ch

Ausschaffungsinitiative
Am 1. Oktober 2016 trat die Ausschaffungsinitiative in Kraft, nachdem das Desaster der Durchsetzungsinitiative vom Volk abgewendet werden konnte. Die Umsetzung dieser Initiative lässt viel Spielraum für Gerichtsentscheide offen. Ob dieser Spielraum für oder gegen die Rechtsgleichheit von Ausländern und Schweizern eingesetzt wird, wird sich noch zeigen müssen. Syna beobachtet die Entwicklungen aufmerksam.
Ausländer- und Integrationsgesetz

2018 tritt das revidierte Gesetz in Kraft. Was die Integrationsbemühungen betrifft, fokussiert es zu einseitig auf die Pflichten der hier anwesenden Ausländerinnen und Ausländer. Es lässt ausser Acht, dass Integration auch die Bereitschaft des aufnehmenden Landes voraussetzt, Platz für Begegnung und Austausch zu schaffen.
Syna bedauert, dass die Pflicht der Arbeitgeber im Gesetzesentwurf nicht umgesetzt wurde, ihre ausländischen Mitarbeitenden über Integrationsangebote zu informieren.

Empfehlungen der Eidgenössischen Migrationskommission (EKM) zur Integration

Masseneinwanderungsinitiative/Stellenmeldepflicht
Die Masseneinwanderungsinitiative wurde so umgesetzt, dass ab 2018 in Branchen mit einer hohen Arbeitslosenquote eine Stellenmeldepflicht für Arbeitgeber besteht. Sie müssen ihre offenen Stellen mit einem Vorlauf von fünf Tagen dem RAV melden. Syna unterstützt diese Lösung und hofft auf die Kooperationsbereitschaft von Verwaltung und Unternehmen, um unbürokratische Wege in der Umsetzung zu finden. Denn nur so werden die neuen Bestimmungen wirksam, was eine reelle Chance für Arbeitslose bedeutet.
Völkerrechtliche Verträge

Die Schweiz ist keine Insel! Völkerrechtliche Verträge wie zum Beispiel die europäische Menschenrechtskonvention schützen alle hier lebenden Menschen. Die Einhaltung dieser Konventionen zeugt von der Zuverlässigkeit der Schweiz als Vertragspartnerin.

Die von SVP-Vertretern lancierte Initiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» trägt der Komplexität der Frage nach dem Verhältnis von Landes- und Völkerrecht in keiner Weise Rechnung.

Überparteiliche Medienmitteilung zur Initiative
Diskriminierung
Gerade für ausländische Arbeitnehmende ist das Risiko, diskriminiert zu werden, hoch – zum Beispiel bei der Anstellung, beim Zugang zu Weiterbildung, bei der Beförderung oder beim Lohn.
Sich gegen diese subtilen und nur schwer nachweisbaren Mechanismen zu wehren, ist aufwändig.
Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) des Bundes informiert, was Betroffene tun können, bevor es zum Eklat mit dem Arbeitgeber kommt.
Kontaktieren Sie eine ausgewiesene Beratungsstelle oder   Ihr Regionalsekretariat.

Rechtsratgeber rassistische Diskriminierung

Syna – die Gewerkschaft © 2018

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