Gleichstellung

Wir setzen uns aktiv für die Gleichstellung ein, sowohl in Verhandlungen mit den Arbeitgeber- und Branchenverbänden als auch auf politischer Ebene. Mit Gleichstellung meinen wir einerseits das Verhältnis zwischen Frau und Mann, andererseits das Verhältnis zwischen ausländischen und schweizerischen Arbeitnehmenden.

Wir sind überzeugt, dass Chancengleichheit und Schutz vor Diskriminierung die wesentlichen Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Schweiz sind.

Im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter ist es notwendig, unsere Gewerkschaft verstärkt zu feminisieren. Mit gezielter Mitgliederwerbung wollen wir den Frauenanteil erhöhen. Wir wollen Frauen längerfristig an unsere Gewerkschaft binden, damit wir uns für ihre spezifischen Interessen einsetzen können.

Mit einem Anteil von 40% sind Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bereits gut vertreten. Hier liegt die Herausforderung darin, ihre Interessen abzuholen, um sie nach aussen vertreten und die Mitglieder noch besser in ihren spezifischen Problemlagen unterstützen zu können.

Die Verantwortliche der Fachstelle, Sabri Schumacher, erteilt gerne weitere Auskünfte.

Lohngleichheit

Von Lohndiskriminierung sind insbesondere Frauen betroffen. Dass Frauenlöhne immer noch 7,4% tiefer sind als Männerlöhne, ist absolut stossend. Frauen verlieren so jeden Monat mehrere hundert Franken.
Lohndiskriminierung beginnt unmittelbar nach der Lehre und dauert bis ins Pensionsalter an, weil die Einkommenshöhe einen direkten Einfluss auf die Altersrente hat.

Syna fordert gleiche Löhne für gleichartige und gleichwertige Arbeit für Frauen und Männer. In den Verhandlungen mit den Arbeitgebern engagieren wir uns für die Sicherstellung der Lohngleichheit.
In den GAV-Verhandlungen fordern wir bessere Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Geschichte macht deutlich, dass es nicht reicht, auf die Freiwilligkeit der Unternehmen zu setzen.
Wir sind davon überzeugt, dass Kontrollmechanismen und Sanktionen notwendig sind, um die Lohndiskriminierung endlich zu beseitigen.

Um als gutes Beispiel voranzugehen, hat Syna 2016 zum zweiten Mal die Lohngleichheit bei ihren Mitarbeitenden überprüft. Die ungeklärte Lohnungleichheit betrug lediglich 2,6%.

Frauenquote

Frauen sind in der Arbeitswelt trotz gleichwertiger oder sogar besserer Qualifikationen oft schlechter gestellt als ihre männlichen Kollegen. Sie schaffen es nur selten in Führungspositionen. Der Frauenanteil in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten in Schweizer Unternehmen stagniert nach wie vor auf einem sehr tiefen Niveau und ist im Vergleich zu anderen westeuropäischen Staaten einer der tiefsten. Die Zeit, in der ein Grossteil der Unternehmen und politischen Ämter in den Händen reiner Männergremien liegt, muss endlich der Vergangenheit angehören. Syna fordert deshalb verbindliche Frauenquoten mit Sanktionsmöglichkeiten.

Teilzeitarbeit

Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren laufend zugenommen und betrifft mittlerweile rund ein Drittel der Beschäftigten.
Vor allem die Abkehr vom klassischen Einverdiener-Modell sowie die Vereinbarkeit von Beruf mit Familie oder Weiterbildung machen Teilzeitarbeit unabdingbar.
Im Sinne einer besseren Work-Life-Balance entscheiden sich zudem auch immer mehr jüngere, kinderlose Erwerbstätige gegen eine Vollbeschäftigung.

Heute sind 4 von 5 Müttern erwerbstätig, und 4 von 5 berufstätigen Frauen arbeiten im Teilzeitpensum. Bei den erwerbstätigen Vätern ist dies nur bei 1 von 9 der Fall. Das nicht immer ganz freiwillig: Viele Männer stossen auf grossen Widerstand beim Arbeitgeber, wenn sie ihren Beschäftigungsgrad reduzieren möchten.
Diese ungleiche Verteilung des Beschäftigungsgrads hat negative Auswirkungen auf die Frauen, insbesondere auf ihre Weiterbildungs- und Beförderungschancen.

Wir wollen Chancen- und Lohngerechtigkeit in Weiterbildung und Karriere!
Wir verlangen, dass jeder Elternteil das Recht bekommt, den Beschäftigungsgrad nach der Geburt eines Kindes zu reduzieren.
Um das Diskriminierungs- und Ausbeutungsrisiko zu vermindern, fordern wir ausserdem, dass Teilzeitarbeit verstärkt in die betrieblichen Strukturen integriert und gleichwertig behandelt wird.

Migration

Gerade für ausländische Arbeitnehmende ist das Risiko, diskriminiert zu werden, hoch – zum Beispiel bei der Anstellung, beim Zugang zu Weiterbildung, bei der Beförderung oder beim Lohn. Oft sind es subtile und nur schwer nachweisbare Mechanismen.
Syna setzt sich für gleiche Chancen für ausländische Arbeitnehmende ein. Sie engagiert sich auch für eine menschenwürdige und solidarische Migrationspolitik .

Syna – die Gewerkschaft © 2018

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