Im September 2025 lancierte die Nationale Migrationskommission von Syna eine Petition, um einen vorübergehenden Stopp der Erhöhung der Krankenkassenprämien zu fordern. Die Mobilisierung war gross: In nur drei Monaten sammelten ihre Mitglieder fast 3000 Unterschriften
Die Migrationskommission ging jedoch noch einen Schritt weiter. Sie und forderte, dass die Erhöhungen der Krankenkassenprämien bei den Lohnverhandlungen berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck hat sie eine Resolution erarbeitet, die von der Delegiertenversammlung verabschiedet wurde. Damit wurde die Forderung der Migrationskommission zur Forderung der gesamten Gewerkschaft Syna.
Die Prämien steigen deutlich schneller als die Löhne
Bei den Lohnverhandlungen wird die Teuerung in der Regel anhand des Landesindexes der Konsumentenpreise (LIK) gemessen. Die Erhöhung der Krankenkassenprämien wird in diesem Index jedoch nicht direkt berücksichtigt.
Zwischen 2015 und 2025 stiegen die Löhne in der Schweiz durchschnittlich um rund 6 %, während die Krankenkassenprämien um mehr als 20 % zunahmen – also mehr als dreimal so stark. Dadurch steht den Familien weniger Geld für Miete, Lebensmittel, Transport und andere Ausgaben zur Verfügung.Zudem wirkt sich die Erhöhung der Krankenkassenprämien nicht auf alle Menschen gleich stark aus. Bei Personen mit niedrigem Einkommen macht sie nämlich einen deutlich grösseren Anteil des Budgets aus als bei Personen mit hohem Einkommen.
Die Prämien müssen bei den Lohnverhandlungen berücksichtigt werden
Genau das will die Resolution der Migrationskommission erreichen. Um die Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser zu schützen, fordert Syna, dass sich die Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern bei der Berechnung der Teuerung nicht mehr ausschliesslich am LIK orientieren.
Von der Petition zur Forderung der gesamten Syna
Die Verabschiedung dieser Resolution ist ein wichtiger Schritt für die Migrationskommission. Alles begann mit der im September 2025 lancierten Petition. Nachdem fast 3000 Unterschriften gesammelt worden waren, setzte die Kommission ihr Engagement fort und brachte das Thema vor die Delegiertenversammlung. Heute ist diese Forderung eine Forderung der gesamten Syna.
Und die Mobilisierung geht weiter: Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) plant, eine Initiative zu lancieren, um die Krankenkassenprämien sozialer zu gestalten und besser an die Einkommen anzupassen. Syna wird diese Initiative unterstützen und sich an der Sammlung der Unterschriften beteiligen. Syna und ihre Migrationskommission setzen sich weiterhin für ihre Mitglieder sowie für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein.Gemeinsam sind wir stärker! Motiviere deshalb auch deine Kolleg/-innen, Syna beizutreten!