Von Syna auf 18.12.2025
Kategorie: Politik

Sparpaket 27: Weitreichende Kürzungen, Verzicht auf Mehreinnahmen

Der Ständerat hat heute das Entlastungspaket 27 abschliessend beraten und weitreichende Kürzungen bei der Bildung, dem Service Public und den Investitionen in den Klimaschutz beschlossen. Trotz vereinzelter Korrekturen bleiben die Kürzungen schwerwiegend. Auf zusätzliche Einnahmen will der Ständerat hingegen verzichten. Das Entlastungspaket bleibt dadurch unausgewogen und nicht zukunftsgerichtet. Die Finanzierung des Militärs und des demografischen Wandels darf nicht auf Kosten wichtiger Zukunftsinvestitionen gehen.

In seiner gestrigen und heutigen Sitzung hat sich der Ständerat ausführlich mit dem Entlastungspaket 27 befasst. Dieses sieht vor, in den Jahren 2027-2029 jährlich 2,4 bis 3,1 Milliarden CHF einzusparen, um die zusätzlichen Ausgaben für die Armee sowie die infolge des demografischen Wandels entstehenden Kosten ohne Neuverschuldung zu finanzieren. Die Mehrheit der Ständerätinnen und Ständeräte unterstützt die grundsätzliche Stossrichtung des Sparpakets, das schwerwiegende Kürzungen bei wichtigen öffentlichen Investitionen in die Zukunft vorsieht. Gleichzeitig soll auf die vorgesehenen Mehreinnahmen verzichtet werden.

Zwar hat der Ständerat die Sparmassnahmen in verschiedenen Bereichen etwas abgeschwächt, dennoch bleiben die geplanten Kürzungen gravierend.

Weitere markante Einsparungen sieht der Ständerat zudem beim Bundespersonal, bei der internationalen Zusammenarbeit und bei den Beiträgen des Bundes an die Integration von Flüchtlingen vor.

Travail.Suisse hat Anfang Dezember in einem Positionspapier eine Reihe von Vorschlägen zur nachhaltigen Finanzierung der Leistungen des Bundes vorgelegt. Travail.Suisse erachtet es als unumgänglich, wichtige öffentliche Investitionen über Zusatzeinnahmen zu finanzieren, die nicht zulasten der Arbeitnehmenden mit normalen Einkommen gehen. Entsprechende Vorschläge wurden im Analyse- und Positionspapier «Finanzpolitik auf Abwegen – Steuern, Ungleichheit und die Notwendigkeit öffentlicher Investitionen» dargelegt.

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