Von Syna auf 19.5.2023
Kategorie: Gleichstellung

Warum gibt es im Jahr 2023 noch Frauenforderungen?

Ich bin seit 1998 Syna-Mitglied und war bereits 1974 Mitglied bei einer der Vorgängerorganisationen von Syna. Ich habe immer in der Pflege gearbeitet, 50 Prozent Teilzeit, als meine Kinder klein waren, und während 30 Jahren zu 80 Prozent. Seit September 2020 bin ich pensioniert und engagiere mich weiterhin sehr stark bei Syna, sowohl auf jurassischer als auch auf schweizerischer Ebene. 

Wütend... und dies aus gutem Grund

Im Jahr 2019 war ich im jurassischen Komitee des feministischen Streiks aktiv und habe dabei auch Syna vertreten. Es war aussergewöhnlich, all diese Menschen zu sehen, die mit ihren klaren Forderungen durch die Stadt Delémont marschierten. Auch in diesem Jahr bin ich wieder beim jurassischen feministischen Streik aktiv, denn letztlich hat sich wenig geändert. Und diesmal bin ich wütend – und dies aus gutem Grund:

Dass unsere politischen Behörden bei all diesen Punkten mitbeteiligt sind, ist ein Skandal! Am 8. März organisierte Syna zusammen mit dem feministischen Streik einen «Kinoabend» in Les Franches- Montagnes mit einem kleinen Apéro, aber vor allem mit vielen Begegnungen. Das Kino war voll mit Menschen aus dem ganzen Kanton. Ein grosser Erfolg und ein Zeichen dafür, dass die Ungleichheit ein Problem ist, das wir noch nicht lösen konnten. 

Sich organisieren, um stärker zu sein

Die Syna-Delegiertenversammlung findet am 24. Juni statt. Im Jahr des Kongresses wird sie im Zeichen der zukünftigen strategischen Ausrichtung stehen. Eines ist klar: Um die Arbeitswelt und die Gesellschaft gerechter zu gestalten, braucht es Gewerkschaften wie die unsere. Und wir brauchen engagierte Menschen, die für ihre Überzeugungen einstehen. Ich werde auf jeden Fall weiterkämpfen! 

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