Der Nationalrat hat an seiner heutigen Sitzung einer Motion zugestimmt, welche die Arbeits- und Ruhezeiten von Arbeitnehmenden ab einem Jahreslohn von 120'000 CHF komplett liberalisieren will. Der Nationalrat startet damit seinen nächsten Frontalangriff auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es ist nun am Ständerat, diesen Entscheid zu korrigieren.
Der Bundesrat plant, die Mittel für die Förderung der Grundkompetenzen von Erwachsenen im Rahmen des Entlastungspakets 27 zu streichen. Angesichts der besorgniserregenden Zahl von rund 844'000 Erwachsenen, die gemäss einem soeben veröffentlichen Bericht des Bundesamts für Statistik über nur geringe Grundkompetenzen verfügen, warnt Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, vor dieser gefährlichen und inkonsequenten Massnahme.
Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst den heutigen Entscheid des Nationalrates, die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeitsinitiative) abzulehnen. Die Initiative gibt eine falsche und schädliche Antwort auf bestehende Herausforderungen. Der Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen würde mit der Initiative zunehmen. Gleichzeitig würde dadurch kein einziges Problem hinsichtlich der steigenden Lebenshaltungskosten effektiv gelöst. Starre und bürokratische Bevölkerungsobergrenzen würden vielmehr verhindern, dass gute Lösungen für die Folgen der alternden Bevölkerung gefunden werden können. Travail.Suisse lehnt die Initiative deshalb mit grosser Überzeugung ab.
