Die Verhandlungsdelegationen des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV und der Gewerkschaften Syna und Unia haben sich am Freitag, den 12. Dezember 2025 nach intensiven Verhandlungen auf ein Ergebnis geeinigt. Die Vertragspartner haben einen Landesmantelvertrag mit sechsjähriger Laufzeit mit einer neuen Regelung der Arbeits- und Reisezeiten, einem Lohnpaket sowie einer Absicherung der Teuerung ausgehandelt. Mit dem neuen Vertrag gewinnt die Baubranche an Attraktivität. Das Ergebnis der Verhandlungen muss noch von den Entscheidungsgremien auf beiden Seiten genehmigt werden.
Heute wurden die Verhandlungen zum auslaufenden Landesmantelvertrag Bau (LMV) fortgesetzt – weiterhin ohne Einigung. Für eine Lösung sind Massnahmen gegen die Personalkrise zwingend: familienfreundlichere Arbeitszeiten und Kaufkraftsicherung bei den Effektivlöhnen. Stattdessen knüpft der Baumeisterverband einen neuen LMV an eine Forderung, die das Ende eines sozialpartnerschaftlichen Grundprinzips bedeuten würde: die Abschaffung des Vertragsartikels zu Lohnverhandlungen. Dieses Ultimatum ist ein Angriff auf die Kaufkraft der Bauleute und öffnet Tür und Tor für Lohndumping. Ohne Kompromissbereitschaft steuert die Baumeisterspitze auf einen vertragslosen Zustand zu – zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt.
Gestern Montag gingen die Verhandlungen im Bauhauptgewerbe zum bald auslaufenden Landesmantelvertrag (LMV) weiter. Trotz intensiven Verhandlungen liegt keine Lösung auf dem Tisch. Konkrete Massnahmen gegen die akute Personalkrise sind zwingend, um die Baubranche wieder attraktiv zu machen. Wird bis Ende Jahr kein Verhandlungsresultat erreicht, tritt zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt ein vertragsloser Zustand auf dem Bau ein – und es droht ein nationaler Branchenstreik.
Nach kraftvollen Protesttagen in verschiedenen Teilen der Schweiz ist die landesweite Protestwelle heute in Zürich angekommen. Damit geben Bauarbeiter ihre Antwort auf die Blockadehaltung der Baumeisterspitze bei der Neuverhandlung des Landesmantelvertrags (LMV). Denn obwohl heute jeder zweite die Branche verlässt, verweigert der Baumeisterverband familienfreundliche Arbeitszeiten für die Bauarbeiter. Rund 2'500 Bauarbeiter aus der Ostschweiz, Zentralschweiz und Zürich sind heute durch die Bau-Metropole Zürich und zum Sitz der Baumeisterspitze gezogen, um sich für ihre Rechte einzusetzen.
Nachdem die Baumeisterspitze immer wieder zusätzliche Verhandlungstermine abgelehnt hatte, sind die Verhandlungen zum bald auslaufenden Landesmantelvertrag Bau (LMV) gestern weitergegangen. Die Gewerkschaften haben vorgeschlagen, die Verhandlungen zu beschleunigen. Der Baumeisterverband hat dies abgelehnt. Obwohl jeder zweite Maurer die Branche wegen zu langer Arbeitstage verlässt, blockiert der Baumeisterverband weiterhin notwendige Verbesserungen. Stattdessen sollen die Bauarbeiter noch mehr leisten – für weniger Lohn. Seit Mitte Oktober haben sich über 12'000 Bauarbeiter an einer landesweiten Protestwelle beteiligt. Am kommenden Freitag legen nun Bauarbeiter in weiteren Regionen der Deutschschweiz ihre Arbeit nieder und ziehen vor den Sitz des Baumeisterverbandes in Zürich, um sich für ihre Rechte einzusetzen.
Auch die fünfte Verhandlungsrunde zum bald auslaufenden Landesmantelvertrag Bau (LMV) blieb ohne Einigung. Im Gegenteil: Obwohl jeder zweite Maurer die Branche wegen zu langer Arbeitstage verlässt, verweigert der Baumeisterverband weiterhin notwendige Verbesserungen für die Bauarbeiter. Stattdessen sollen sie noch mehr leisten – für weniger Lohn. Nach dem Protesttag im Tessin letzte Woche legen am kommenden Freitag nun auch die Berner Bauarbeiter ihre Arbeit nieder. Protesttage in weiteren Landesteilen folgen in den kommenden Wochen.
