Der Nationalrat hat heute beschlossen, der parlamentarischen Initiative Schmezer (25.457) keine Folge zu geben. Sie verlangte, dass die Versicherer und nicht die Arbeitnehmenden haften, wenn es der Arbeitgeber versäumt, die Prämien für Unfall- und Krankentaggeldversicherung zu bezahlen. Travail.Suisse bedauert sehr, dass der Nationalrat diese einfache, aber für die Betroffenen sehr wichtige, Verbesserung nicht einführen will.
Die zuständige Kommission des Nationalrats lehnt die parlamentarische Initiative Schmezer ab. Diese verlangt, dass Arbeitnehmende ihr Krankentaggeld auch dann erhalten, wenn ihr Arbeitgeber die Prämienzahlung für die Unfall- und Krankentaggeldversicherung versäumt hat. Travail.Suisse bedauert diesen Entscheid und fordert den Nationalrat auf, ihn zu korrigieren.
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist enttäuscht, dass der Bundesrat die Probleme in der Krankentaggeldversicherung verkennt. Er anerkennt weder die Probleme in der Prävention noch bei den Prämien. Travail.Suisse hat einen umfassenden Bericht erstellt, der zeigt, dass es dringend ein Leistungsobligatorium und eine öffentlich-rechtliche Krankentaggeld-Versicherungsanstalt braucht, die solidarische und bezahlbare Prämien garantiert.
Die finanziellen Aussichten bei der IV sind besorgniserregend. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb, dass die Prävention am Arbeitsplatz gestärkt wird, damit weniger Arbeitnehmende krankheitsbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden und auf eine IV-Rente angewiesen sind. Dazu müssen insbesondere die Krankentaggeldversicherungen stärker in die Pflicht genommen werden und die Prävention entscheidend stärken.
