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Solidarität ist unsere Stärke

Beginnen möchte ich mit einem kleinen Korrigendum. In der letzten Ausgabe des verso wurde im Bericht zur Delegiertenversammlung der Vorstand vorgestellt. Dabei ging jemand vergessen: ich selbst. Zwar stand ich nicht zur Wahl, als Präsidentin gehöre ich aber selbstverständlich zum Vorstand. Das holen wir hiermit nach – und nehmen es mit einem Augenzwinkern. Schliesslich stehen bei uns die Inhalte im Vordergrund und nicht die Köpfe. Und an wichtigen Themen mangelt es uns nicht. So unterschiedlich sie sind, eines verbindet sie alle: Solidarität. Sie ist das Fundament unserer gewerkschaftlichen Arbeit und unsere grösste Stärke.

Das zeigt sich bei der 13. AHV-Rente. 2024 haben wir sie gemeinsam erkämpft und an der Urne gewonnen. Ein grosser Erfolg! Doch die Arbeit geht weiter. Jetzt gilt es, die Finanzierung zu sichern und die AHV als solidarisches Fundament unserer Altersvorsorge langfristig zu stärken. Am 29. November steht der nächste wichtige Entscheid an.

Solidarität ist auch am 28. November gefragt, wenn wir gemeinsam mit dem Pflegepersonal auf die Strasse gehen. Die Ausbildungsoffensive als erste Etappe der Pflegeinitiative ist angelaufen, doch reicht das nicht. Der ebenso wichtige zweite Teil lässt weiter auf sich warten: bessere Arbeitsbedingungen beim Lohn, bei der Planung des Arbeitseinsatzes, freien Tagen, bei der Arbeitsbelastung und anderes. Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen.

Unsere Solidarität gilt auch dem Verkaufspersonal. Zusätzliche Sonntagsverkäufe sind noch immer nicht vom Tisch. Der Ständerat kann die Ausweitung mit einem noch verhindern. Wer im Verkauf arbeitet, steht oft schon samstags im Laden, manchmal auch sonntags, bspw. in Bahnhöfen, Tankstellenshops und anderen. Doch auch diese Beschäftigten haben ein Recht auf freie Sonntage, Erholung und Zeit mit ihren Liebsten. Dafür müssen unsere Konsumwünsche auch einmal zurückstehen.

Ob Altersvorsorge, Pflege oder Verkauf: Solidarität bedeutet, über die eigenen Interessen hinauszudenken und füreinander einzustehen. Denn was wir gemeinsam erreichen, kommt letztlich uns allen zugute. Das ist unser gewerkschaftliches Selbstverständnis – und dafür setzen wir uns weiterhin mit Überzeugung ein. Danke, dass auch du mit uns unterwegs bist.

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