Es brodelt auf dem Bau und in der Pflege. Beide Branchen stehen stellvertretend für viele Berufe, die täglich unverzichtbare Arbeit leisten und dennoch mit unzureichenden Bedingungen konfrontiert sind. Sie sichern Infrastruktur und Gesundheit – und verdienen dafür faire Rahmenbedingungen.
Es brodelt auf dem Bau und in der Pflege. Beide Branchen stehen stellvertretend für viele Berufe, die täglich unverzichtbare Arbeit leisten und dennoch mit unzureichenden Bedingungen konfrontiert sind. Sie sichern Infrastruktur und Gesundheit – und verdienen dafür faire Rahmenbedingungen.
Vier Jahre nach der Annahme der Pflegeinitiative ist die Bilanz ernüchternd: Noch immer herrscht Notstand in der Pflege – und es muss endlich etwas geschehen.
Wir treffe uns am 22. November um 14:15 Uhr auf dem Bundesplatz in Bern. Hier kommen wir zu Tausenden zusammen, um das Gesundheitspersonal und ein würdiges sowie solidarisches Gesundheitssystem zu verteidigen.
Dieses Jahr läuft der Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes aus und muss neu verhandelt werden. Bauarbeiter aus allen Teilen der Schweiz sind deshalb heute an zwei überregionalen Kundgebungen in Zürich und Lausanne auf die Strasse gegangen, um für faire Arbeitsbedingungen auf dem Bau zu demonstrieren. Im Vordergrund standen die Forderungen nach familienfreundlicheren Arbeitszeiten, einer bezahlten Pause, die Abschaffung der unbezahlten Reisezeit sowie einer Lohnerhöhung.
Über 15'000 Arbeitnehmende aus der ganzen Schweiz gingen heute in Bern unter dem Motto «Mehr Lohn für meine Arbeit!» auf die Strasse. Sie fordern von den Arbeitgebern substanzielle Lohnerhöhungen. Nach mehreren Jahren mit Reallohnverlusten und angesichts steigender Kosten ist die Forderung nötiger denn je. Die Forderung ist klar: Im Hinblick auf die anstehende Lohnrunde müssen die Reallöhne 2025 wieder steigen.
Die Wirtschaft in der Schweiz ist stabil. In vielen Branchen ist die Produktivität gestiegen. In vielen Berufen besteht nach wie vor ein ausgeprägter Fachkräftemangel. Gleichzeitig jedoch haben die Arbeitnehmenden immer weniger Geld im Portemonnaie. Zum ersten Mal in der Nachkriegszeit sind die Reallöhne sogar dreimal in Folge gesunken. Lohnerhöhungen sind daher mehr als gerechtfertigt. Syna fordert je nach Branche 2 bis 4 Prozent mehr Lohn.
Preise und Stress steigen, die Löhne aber nicht! Obwohl die Wirtschaft brummt und Fachkräftemangel herrscht. Jetzt ist auch für uns Zahltag. Zusammen für anständige Lohnerhöhungen.
Der Verband der Schweizer Reinigungs-Unternehmen Allpura und die Gewerkschaften Syna, Unia und VPOD haben sich für das nächste Jahr auf eine Lohnerhöhung von drei Prozent geeinigt. Für die Vertragsparteien ist klar: Die Lohnentwicklung in der Reinigung muss weiter gehen.
