Der Nationalrat hat gestern der Einführung einer neuen Betreuungszulage für Eltern, die eine familienergänzende Betreuung in Anspruch nehmen, zugestimmt und 100 Millionen Franken für die Schaffung neuer familienergänzender Betreuungsplätze bewilligt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, befürwortet die Einführung einer Betreuungszulage, erachtet den Entwurf insgesamt aber als zu minimalistisch. Die grosse Kammer hat ausserdem einer Vorlage zur Harmonisierung der Leistungen im Bereich der Erwerbsersatzordnung zugestimmt. Berufstätige Mütter, die nach der Geburt ins Spital müssen, werden entschädigt, ebenso wie der zweite Elternteil im Falle des Todes des Neugeborenen.
Der Nationalrat hat heute einer neuen Betreuungszulage für Kita-Kinder zugestimmt, nachdem der Ständerat bereits im Dezember Ja gesagt hatte. Gleichzeitig hat der Nationalrat beschlossen, die vom Ständerat gestrichenen Programmvereinbarungen zwischen Bund und Kantonen wieder einzuführen.
In der Dezembersession hat das Parlament das Förderprogramm für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen gestoppt.
Der Ständerat hat heute Vormittag erste Beschlüsse zur Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung gefasst. Nach Ansicht von Travail.Suisse geben jedoch einige Punkte Anlass zu Kritik.
