Zum Hauptinhalt springen
Empfohlen

Uber-Fahrer/-innen fordern faire Löhne

Am Montag streikten viele Uber-Fahrer/-innen. Mit einer grossen Versammlung im Schützenhaus Albisgüetli Zürich wehrten sich über 200 von ihnen gegen niedrigere Fahrpreise. Und dagegen, dass ihnen aufgrund des Konkurrenzdrucks am Ende kein fairer Lohn übrigbleibt, zumal Uber sich dagegen wehrt, die Fahrer/-innen anzustellen. 

Am heutigen Montag streikten viele Uber-Fahrer/-innen. Mit einer grossen Versammlung im Schützenhaus Albisgüetli Zürich wehrten sich über 200 von ihnen gegen niedrigere Fahrpreise. Und dagegen, dass ihnen aufgrund des Konkurrenzdrucks am Ende kein fairer Lohn übrigbleibt, zumal Uber sich dagegen wehrt, die Fahrer/-innen anzustellen.

Seit Langem wehrt sich Uber dagegen, seine Fahrer/-innen anzustellen. Vielmehr sollen sie selbstständig für das Unternehmen arbeiten. Obwohl Uber entsprechende Prozesse vor Gericht bereits des Öfteren verloren hat, hält die Dienstleisterin an dieser Praxis fest. Die Begründung: Fahrer/-innen hätten auf diese Weise mehr Autonomie, denn sie könnten die Fahrten wählen und die Preise selber gestalten.


Doch das stimmt eben nicht, wie sich beispielsweise in Zürich zeigt. Seit Bolt auf dem Zürcher Markt sowohl Uber als auch die Taxihalter mit Tiefpreisen konkurrenziert, werden die Preise immer weiter nach unten reguliert. Mit der Folge, dass etwa für eine Fahrt von 43 Kilometern (Dauer 43 Minuten) ein Preis von lediglich 46 Franken bezahlt wird.

Die Abzocke von Uber muss ein Ende haben
Genau darin liegt die Abzocke von Uber, welche die Gewerkschaft Syna kritisiert: Die behauptete Selbständigkeit der Fahrer/-innen bedeutet nämlich, dass am Ende kein fairer Lohn mehr übrig bleibt. Die Amortisation des Fahrzeugs, der Lohn, die Altersvorsorge – all dies muss mit den 46 Franken bezahlt werden, und zwar von den Fahrer/-innen selbst. Und das, nachdem Uber seinen 25-prozentigen Anteil vom Betrag abgezogen hat.

Dies ist der Gipfel des Kapitalismus und der Ausbeutung – und gehört verboten. Aus diesem Grund hatten die Fahrer/-innen beschlossen, diesem Gebaren ein Ende zu setzen und am Montag, 20. Oktober, nicht für Uber zu fahren. 200 von ihnen haben sich am an diesem Tag im Schützenhaus Albisgüetli in Zürich versammelt.

Die Gewerkschaft Syna unterstützt sie selbstverständlich: Denn in der Schweiz sollte klar sein: Für qualitative Arbeit müssen auch faire Löhne bezahlt werden. Oder im Falle von Uber: überhaupt welche! Hier ist auch die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich in der Pflicht, Regulatorien einzuführen, wie sie in Genf bereits seit Längerem in Kraft sind.

Für Rückfragen:
Daniel Zoricic, Leiter Syna Region Zürich und Oberer Zürichsee, daniel.zoricic@syna.ch, 044 307 10 79

Ähnliche Beiträge

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ablehnen Akzeptieren