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Migrantinnen: Welche Hindernisse stehen der beruflichen Integration im Weg?

Arbeit ist wichtig, um in der Schweiz seinen Platz zu finden. Dennoch schränken Sprachbarrieren, Arbeitszeiten, familiäre Verpflichtungen oder der erschwerte Zugang zu Aus- und Weiterbildung die Beschäftigungsmöglichkeiten von Migrant/-innen häufig ein.

Sie haben nicht alle denselben Werdegang: Einige kommen bereits mit einem erlernten Beruf in die Schweiz, während andere noch über keine Berufsausbildung verfügen. Manche sprechen bereits eine Schweizer Landessprache, während andere zunächst Französisch, Deutsch oder Italienisch lernen müssen.

Viele Migrantinnen arbeiten in Branchen wie Reinigung, Hotellerie und Gastronomie, Verkauf, Pflege oder Industrie. Diese Tätigkeiten sind für das Funktionieren der Schweizer Gesellschaft unverzichtbar. Dennoch sind die Löhne in diesen Bereichen oft niedrig und die Arbeitsbedingungen schwierig.

Schwierigkeiten können sich summieren

Die Sprache ist oft ein Hindernis bei der Stellensuche, beim Verstehen des Arbeitsvertrags oder der Lohnabrechnung, beim Stellen von Fragen an die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber oder beim Kennen der eigenen Rechte.

Auch die familiäre Situation kann die Dinge erschweren. Für Migrantinnen, die früh am Morgen, am Abend oder am Wochenende arbeiten, kann es eine grosse Herausforderung sein, eine Kinderbetreuung zu finden. Besonders schwierig ist es, wenn die Familie in einem anderen Land lebt und sie noch keine Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn oder Bekannten haben, die sie unterstützen könnten. Dies kann sie daran hindern, bestimmte Arbeitszeiten anzunehmen, ihr Arbeitspensum zu erhöhen oder eine Weiterbildung zu besuchen.

Zudem kann es vorkommen, dass sie ihren Beruf in der Schweiz praktisch von Grund auf neu erlernen müssen, obwohl sie bereits in ihrem Herkunftsland in diesem Gebiet gearbeitet haben. Eine Ausbildung anerkennen zu lassen, sie an die berufliche Praxis in der Schweiz anzupassen oder überhaupt die Gelegenheit zu erhalten, die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, ist manchmal schwierig.

Bildung eröffnet Türen

Eine Aus- oder Weiterbildung, selbst wenn sie kurz ist – beispielsweise ein Sprachkurs, eine Weiterbildung oder eine Spezialisierung –, können dazu beitragen, die berufliche Situation zu verbessern, mehr Verantwortung zu übernehmen oder eine neue Stelle zu finden.

Doch wenn man bereits arbeitet, ist es nicht immer einfach, sich weiterzubilden. Wie kann ich einen Kurs besuchen, wenn man unregelmässige Arbeitszeiten hat? Wie soll ich eine Weiterbildung mit einem niedrigen Lohn bezahlen? Und woher soll die Zeit kommen, wenn ich mich gleichzeitig um die Kinder kümmern muss? Und wie weiss ich, welche Möglichkeiten es gibt und an wen ich mich wenden kann? Die Gewerkschaft Syna hilft dabei, Lösungen zu finden

Die eigenen Rechte kennen, um sie besser zu verteidigen

Um in der Arbeitswelt erfolgreich zu sein, ist es wichtig, seine Rechte zu kennen. Welchen Lohn kann ich verlangen? Wie viele Ferientage stehen mir zu? Was kann ich tun, wenn die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber die Überstunden nicht bezahlt oder ich mit ihr oder ihm nicht einer Meinung bin?

Syna beantwortet auch diese Fragen, informiert über die Rechte am Arbeitsplatz und unterstützt bei Problemen mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber.

Arbeiten, aber auch weiterkommen

Für Syna bedeutet berufliche Integration nicht nur, eine Arbeitsstelle zu haben. Es geht auch darum, unter guten Bedingungen arbeiten zu können, einen fairen Lohn zu erhalten, seine Rechte zu kennen und die Möglichkeit zu haben, sich weiterzubilden und beruflich weiterzuentwickeln.

Davon würden nicht nur Migrantinnen profitieren, sondern die gesamte Schweizer Gesellschaft, die dadurch ihre Arbeitskraft und ihre Kompetenzen besser nutzen könnte.

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