Die Lohnverhandlungen für 2026 geben wenig Anlass zur Zuversicht. Syna stuft die Lohnrunde als ungenügend ein. Nora Picchi, Leiterin Gewerkschaftspolitik bei Syna, erklärt die Gründe dafür und zeigt, weshalb viele Arbeitnehmende trotz einzelner Verbesserungen heute kaum besser dastehen als vor zehn Jahren.
Der Detailhändler einigt sich mit den Sozialpartnern Syna und dem Kaufmännischen Verband Schweiz im Rahmen des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) auf eine Erhöhung der Lohnsumme um 1,5 Prozent. Dieser Anstieg der Lohnsumme entspricht dem höchsten im Schweizer Detailhandel für das Jahr 2026. Zudem verzichtet das Unternehmen weiterhin als einziger Detailhändler komplett auf den Koordinationsabzug in der Pensionskasse. Davon profitieren insbesondere Teilzeitangestellte, da der gesamte Lohn ohne Abzüge für die Pensionskasse angerechnet wird, was die spätere Rente nachhaltig sichert.
Der Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen (VSSU) und die Gewerkschaften Syna und Unia verlängern die Allgemeinverbindlichkeitserklärung um ein weiteres Jahr.
Ab April 2026 regelt ein neuer GAV die Arbeitsbedingungen im Maler- und Gipsergewerbe. Der Arbeitgeberverband SMGV sowie die Mitglieder der Gewerkschaften Syna und Unia haben dem neuen Vertragswerk zugestimmt. Dieses bringt modernere Arbeitsbedingungen und eine strengere Regulierung.
Die Reallöhne sind in den letzten zehn Jahren nicht gestiegen. Daran ändert auch die Lohnrunde 2026 kaum etwas. In den Lohnverhandlungen konnten allenfalls kleine Reallohnzuwächse erzielt werden. Gleichzeitig scheiterten deutlich mehr Verhandlungen als in den Vorjahren. Trotz vereinzelter Lichtblicke bleibt die Lohnentwicklung insgesamt schwach.
Die Verhandlungsdelegationen des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV und der Gewerkschaften Syna und Unia haben sich am Freitag, den 12. Dezember 2025 nach intensiven Verhandlungen auf ein Ergebnis geeinigt. Die Vertragspartner haben einen Landesmantelvertrag mit sechsjähriger Laufzeit mit einer neuen Regelung der Arbeits- und Reisezeiten, einem Lohnpaket sowie einer Absicherung der Teuerung ausgehandelt. Mit dem neuen Vertrag gewinnt die Baubranche an Attraktivität. Das Ergebnis der Verhandlungen muss noch von den Entscheidungsgremien auf beiden Seiten genehmigt werden.
Ab 2027 gilt in der Gebäudetechnik ein neues Vorruhestandsmodell: Beschäftigte ab 60 Jahre mit mindestens 15 Jahren Branchenerfahrung können früher aufhören und erhalten bis zum AHV-Alter eine Überbrückungsrente. Darauf haben sich suissetec, Syna und Unia geeinigt.
Heute wurden die Verhandlungen zum auslaufenden Landesmantelvertrag Bau (LMV) fortgesetzt – weiterhin ohne Einigung. Für eine Lösung sind Massnahmen gegen die Personalkrise zwingend: familienfreundlichere Arbeitszeiten und Kaufkraftsicherung bei den Effektivlöhnen. Stattdessen knüpft der Baumeisterverband einen neuen LMV an eine Forderung, die das Ende eines sozialpartnerschaftlichen Grundprinzips bedeuten würde: die Abschaffung des Vertragsartikels zu Lohnverhandlungen. Dieses Ultimatum ist ein Angriff auf die Kaufkraft der Bauleute und öffnet Tür und Tor für Lohndumping. Ohne Kompromissbereitschaft steuert die Baumeisterspitze auf einen vertragslosen Zustand zu – zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt.
Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Tankstellenshops konnte erfolgreich neu verhandelt werden. Der neue GAV bringt u. a. Verbesserungen bei den Mindestlöhnen, der Arbeitsplanung und der Arbeitssicherheit mit.
