Baustellen und Corona: «Und wer schützt uns?»
Diese Frage stellen sich die Bauleute – schon wieder. Ihre Verunsicherung war schon im Lockdown im Frühling gross. Auf vielen Baustellen hat man bisher offenbar nichts gelernt. Syna fordert nach wie vor mehr und konsequentere Kontrollen.
Auf den Baustellen brummt es mehr denn je. Die Baumeister verkünden, dass sie zum Schutz ihrer Angestellten die Vorgaben des Bundes einhalten würden. Dieser gibt in einem Merkblatt Massnahmen vor, die «angesichts der technischen und wirtschaftlichen Verhältnisse zumutbar» sind. Doch diese Formulierung ist ein Freipass für vieles! «Homeoffice können wir ja nicht machen,» meint dazu ein Bauarbeiter sarkastisch. Und Syna erhält vermehrt Beschwerden von Mitgliedern.
Abstand? Fehlanzeige!
- Desinfektionsmittel und Masken müssen jederzeit zur Verfügung gestellt werden.
- Es braucht genügend und saubere sanitäre Anlagen.
- In der kalten Jahreszeit braucht es mehr Baucontainer.
Zu wenig Kontrollen
Das hören wir auf Baustellen leider immer wieder. Die Kantone, die für die Kontrollen zuständig sind, haben seit Frühling scheinbar nichts gelernt. Syna fordert deshalb mehr Kontrollpersonal – oder innovative Lösungen: Beispiel dafür ist der Kanton Aargau, der zur Erhöhung der Kontrolldichte auf die Gewerkschaften zurückgegriffen hat. Das ist weiterhin möglich. Syna ist bereit, die Behörden in ihrer Kontrolltätigkeit zu unterstützen – in der ganzen Schweiz.
