Keine Einigung bei Verhandlungen im Bauhauptgewerbe - Verhandlungen gehen weiter, doch Lösung liegt noch nicht auf dem Tisch
Gestern Montag gingen die Verhandlungen im Bauhauptgewerbe zum bald auslaufenden Landesmantelvertrag (LMV) weiter. Trotz intensiven Verhandlungen liegt keine Lösung auf dem Tisch. Konkrete Massnahmen gegen die akute Personalkrise sind zwingend, um die Baubranche wieder attraktiv zu machen. Wird bis Ende Jahr kein Verhandlungsresultat erreicht, tritt zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt ein vertragsloser Zustand auf dem Bau ein – und es droht ein nationaler Branchenstreik.
Der Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV) regelt die Arbeitsbedingungen der rund 80'000 Bauarbeiter, die bei Hitze, Regen und Kälte die Schweiz bauen. Der Gesamtarbeitsvertrag läuft Ende Jahr aus und muss neu verhandelt werden.
Familienfreundliche Arbeitszeiten zentral für attraktive Baubranche
Die Bauarbeiter haben klare Forderungen für eine attraktivere Baubranche:
- Kürzere Arbeitstage und Schluss mit unbezahlter Reisezeit zur Baustelle: Reisezeit im Auftrag der Firma gehört zur Arbeitszeit und muss bezahlt werden. Heute gilt die Reisezeit vom Betrieb zur Baustelle entgegen dem Gesetz nicht als Arbeitszeit und wird erst nach 30 Minuten überhaupt entschädigt.
- Eine Zulage für die Znüni-Pause, die in den meisten anderen Berufen bezahlt ist.
- Gesicherter Teuerungsausgleich für die Zukunft: Die Bauarbeiter verdienen eine Sicherung ihrer Kaufkraft.
Intensive siebte Verhandlungsrunde, aber noch keine Lösung
Am nächsten Dienstag, 25. November, gehen die Verhandlungen weiter.
Ohne Einigung bis Ende Jahr tritt zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt ein vertragsloser Zustand auf dem Bau ein und es droht ein nationaler Branchenstreik.
Faktenblatt LMV-Neuverhandlung 2025 (Link)
Für weitere Auskünfte:
Michele Aversa, Co-Branchenleiter Bau, Syna, 078 775 32 64
Guido Schluepp, Co-Branchenleiter Bau, Syna, 079 777 11 17
