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AHV2030: Travail.Suisse begrüsst Schliessung von Beitragslücken und will sozialpartnerschaftliche Lösungen erhalten

Der Bundesrat hat heute die Vernehmlassung zur AHV2030 eröffnet. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst die Vorschläge zur Schliessung von Beitragslücken und zur Stärkung der Finanzierung. Für Travail.Suisse ist ausserdem unverzichtbar, dass sozialpartnerschaftliche Lösungen für Arbeitnehmende in Berufen mit hohen physischen oder psychischen Belastungen möglich bleiben.

Travail.Suisse begrüsst es, dass der Bundesrat mit der nächsten AHV-Reform Beitragslücken von Versicherten schliessen will. Einerseits sind die aktuellen Regelungen zu den Krankentaggeldern und den Unfalltaggeldern mangelhaft. Wer wegen einer Krankheit oder einem Unfall länger auf Taggelder angewiesen ist, riskiert heute Beitragslücken in der AHV, weil auf diese Taggelder keine AHV-Beiträge bezahlt werden. Das ist stossend und gefährdet die soziale Sicherheit von Arbeitnehmenden.
Ebenso unterstützt Travail.Suisse die Stossrichtung, Missbräuche im Zusammenhang mit Dividendenauszahlungen zu schliessen. Heute werden hohe Löhne teilweise in Form von Dividenden ausbezahlt, um die AHV-Beitragspflicht zu umgehen. Dieses Schlupfloch muss aus Sicht von Travail.Suisse dringend geschlossen werden.

Travail.Suisse ist es zudem ein Anliegen, dass die Finanzierung der AHV auf längere Sicht gesichert wird. Der Finanzbedarf hängt auch von der Finanzierung der 13. AHV-Rente ab, die in der Sommersession im Parlament beschlossen wird. Travail.Suisse setzt sich hier für das ausgewogene, unbefristete Modell des Ständerats ein, das einen Mix aus Lohnprozenten und Mehrwertsteuer vorsieht.

Sozialpartnerschaftliche Lösungen nicht gefährden

Der Bundesrat schlägt zudem vor, das Mindestalter für Pensionierungen in der zweiten Säule auf 63 Jahre anzuheben und Ausnahmen für separate Lösungen in Gesamtarbeitsverträgen oder bei Restrukturierungen vorzusehen. Diese Ausnahmen sind für Travail.Suisse unverzichtbar. Die Sozialpartner müssen weiterhin die Möglichkeit haben, Lösungen auszuarbeiten, die den besonderen Belastungen bestimmter Berufe und wirtschaftlichen Problemen Rechnung tragen. So ist es unverzichtbar, in psychisch oder physisch besonders belastenden Berufen flexible Modelle zu haben, die es den betroffenen Arbeitnehmenden erlauben, nach einem arbeitsreichen Leben früher in Rente zu gehen.

Travail.Suisse begrüsst zudem, dass der Bundesrat auf eine Erhöhung des Rentenalters verzichtet. Eine weitere Rentenaltererhöhung anzukündigen, bevor die letzte abgeschlossen ist, wäre weder realistisch noch verantwortungsvoll gegenüber der wichtigsten Sozialversicherung der Schweiz.

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