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Volksauftrag respektieren: Jetzt Pflegeinitiative umsetzen!

Die Gesundheit des Pflegepersonals und damit die Versorgungsqualität für die Bevölkerung sind in Gefahr. 2021 hat die Bevölkerung deshalb die Pflegeinitiative mit 61 Prozent angenommen. Das Herzstück: Die konkrete Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die Belastung der Pflegenden zu senken. 

Doch anstatt den Volksauftrag umzusetzen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, hat die zuständige Kommission den ungenügenden Gesetzesvorschlag des Bundesrates komplett zusammengestrichen.

So nicht! Werde laut für ein starkes Gesundheitswesen und unterzeichne den dringlichen Appell für die Umsetzung der Pflegeinitiative. 

Deshalb lancieren wir unseren Appell für die Umsetzung der Pflegeinitiative

Mit der Unterzeichnung des Appells unterstützt du unsere Forderungen an die National- und Ständerät/-innen:

  • unabhängig ihrer Partei den Bundesverfassungsartikel 117b und damit die Pflegeinitiative und den Volkswillen vollständig umzusetzen.
  • das Gesetz (BGAP) massiv zu korrigieren: Eine deutliche Arbeitszeitreduktion, einen Personalschlüssel, der gute Pflege erlaubt, verbesserte Zuschläge in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen und die Verpflichtung aller Arbeitgeber, sich mindestens die herrschenden kantonalen Gesetze und GAVs zu halten.
  • diese Massnahmen für den Gesundheitsbereich mit der entsprechenden Finanzierung zu versehen.

Tausende Stellen im Pflegebereich sind unbesetzt. Wir Pflegende geben jeden Tag unser Bestes, um kranke, verunfallte und betagte Menschen auch unter diesen Umständen gut zu pflegen. Wir tun das unter extrem hoher psychischer und körperlicher Belastung.

Rund ein Drittel der Pflegenden steigt nach wenigen Jahren aus dem Beruf aus, weil wir erschöpft sind und nicht mehr können. Gleichzeitig sind immer mehr Menschen auf Pflege angewiesen, denn wir leben länger. Die Folge: Wir, das Gesundheitspersonal, haben noch weniger Zeit für noch mehr pflegebedürftige Menschen. Schon jetzt erhalten viele Menschen nicht mehr die Pflege und Betreuung, die sie benötigen. Die Versorgungskrise spitzt sich immer weiter zu.

2021 haben wir in einer historischen Volksabstimmung die Pflegeinitiative gewonnen. 2'161'272 Menschen in der Schweiz und damit 61 Prozent haben JA gestimmt! Damit die erste Etappe der Umsetzung, die «Ausbildungsoffensive», nicht ergebnislos verpufft, müssen jetzt in der zweiten Etappe die Arbeitsbedingungen verbessert werden, um die Berufsausstiege zu stoppen.

Doch was machen unsere Vertreter/-innen im Parlament? Sie verweigern sich dem Volkswillen und verschlechtern in der zuständigen Kommission den ungenügenden Vorschlag des Bundesrats weiter! Das Ziel, die Arbeitsbedingungen wirksam zu verbessern, wird so weit verfehlt.

So nicht! Die Pflegeinitiative muss vollständig umgesetzt werden. Denn klar ist: Investitionen in die Pflege sind notwendig, sind überfällig und auch sozialverträglich finanzierbar. Das teuerste und gefährlichste für die ganze Gesellschaft ist, nichts zu tun!

Die National- und Ständerät/-innen müssen den Willen der Stimmbürger/-innen in die Tat umsetzen und den unzureichenden Gesetzesvorschlag auf Basis der Forderungen des Gesundheitspersonals deutlich verbessern.

Nur durch den Druck der Bevölkerung und solidarisch mit dem Gesundheitspersonal bewegen sich die Parlamentarier/-innen.

Danke, dass du den Appell unterstützt! 

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