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"Nein zu einem Rückschritt"

Wird die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» am 14. Juni 2026 angenommen, drohen der Schweiz weitreichende Folgen: unter anderem für temporäre Saisonniers. Pasquale Perna, ein Betroffener, warnt im Interview mit Syna vor schlechteren Arbeitsbedingungen.  

Pasquale Perna kam 1979 mit dem Saisonnier-Status in die Schweiz. Er erlebte die Trennung von seiner Familie, eine unsichere, instabile Lebenslage und schwierige Arbeitsbedingungen. Heute ruft er klar dazu auf, jeden Rückschritt abzulehnen.

Du bist als Saisonnier in die Schweiz gekommen. Was bleibt dir aus dieser Zeit in Erinnerung?
Das war 1979. In dieser Zeit war die Situation für mich sehr schwierig. Ich war weit weg von meiner Familie, von meinen Eltern, meinen Geschwistern – und es war eine sehr traurige Zeit, vor allem in Bezug auf die Integration.

Wie war die Situation konkret am Arbeitsplatz?
Auch hier war es schwer. Man wurde nicht immer korrekt behandelt, manchmal fühlte man sich wie ein Sklave. Das war keine würdige Situation, und für mich ist es nicht gut gelaufen.

Welche Auswirkungen hatte das auf dein persönliches Leben?
Das Schwierigste war die Trennung von der Familie. Man war allein, ohne Unterstützung, und hatte kaum Möglichkeiten, sich hier ein normales Leben aufzubauen.

Warum sind diese Erinnerungen heute wichtig?
Eine Rückkehr zur früheren Situation bedeutet Abhängigkeit und eine unsichere, instabile Lebenslage. Genau das fordert die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!».

Damit ist das Stichwort gefallen. Wie stehst du zu der Initiative?
Für mich ist es klar: Am 14. Juni stimme ich Nein. Wir müssen schützen, was wir erreicht haben, und verhindern, dass wir zu früheren Bedingungen zurückkehren.

Was hat sich im Laufe der Zeit verändert?
Heute ist die Situation anders, insbesondere dank der bilateralen Verträge und der erkämpften Rechte. Diese dürfen wir nicht verlieren, sonst drohen wieder Probleme mit Bewilligungen und Arbeitsbedingungen wie früher.

Welche Rolle spielte die Gewerkschaft in deinem Leben?
Ich möchte Syna herzlich danken. Die Gewerkschaft hat mich immer unterstützt – bei der Integration, bei den Papieren, und sie war für meine Familie da. Alleine hätte ich vieles nicht geschafft.

Welche Botschaft möchtest du vermitteln?
Wir wollen nicht zu der alten Zeit zurück. Es bescherte uns ein schwieriges und ungerechtes Leben. Heute müssen wir solidarisch bleiben und klar Nein sagen zu einem Rückschritt, Nein zur SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» !



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