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Arbeitsbedingungen verteidigen – wichtiger denn je!

Die neuesten Ergebnisse des «Barometer Gute Arbeit» liefern alarmierende Zahlen. Stress, Erschöpfung und Überlastung nehmen spürbar zu: Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmenden berichten von entsprechenden Symptomen. Lange Arbeitszeiten, hohe psychische Belastungen und mangelnde Erholung prägen den Arbeitsalltag vieler Menschen – ein Befund, der uns in Alarmbereitschaft versetzen muss.

Gerade deshalb ist es wichtiger denn je, starke Gesamtarbeitsverträge auszuhandeln. Sie schaffen verbindliche Arbeitsbedingungen, die gesundes Arbeiten ermöglichen und die Rechte der Arbeitnehmenden wirksam schützen. Dass gemeinsamer Druck Wirkung zeigt, beweist das Bauhauptgewerbe eindrücklich: Nach landesweiten Protesttagen konnte ein neuer Landesmantelvertrag (LMV) ausgehandelt werden – mit spürbaren Verbesserungen. Die unbezahlte Reisezeit wurde deutlich reduziert, eine Baustellenzulage eingeführt und die Lohnerhöhungen sind neu direkt an die Inflation gekoppelt. Das ist ein Meilenstein für mehr Sicherheit, Fairness und Planbarkeit im Arbeitsalltag auf den Baustellen. 

In anderen Branchen sieht die Entwicklung jedoch weniger erfreulich aus. Trotz steigender Lebenshaltungskosten stagnieren vielerorts die Löhne – und das trotz gestiegener Produktivität. Umso wichtiger bleibt unser gewerkschaftliches Engagement, auch in der Lohnfrage. Es braucht Mechanismen, die die Löhne – wie im neuen LMV – automatisch an die Teuerung anpassen. Zudem muss sichergestellt werden, dass Produktivitätsgewinne auch bei den Arbeitnehmenden ankommen.

Dafür kämpfen wir – zusammen, solidarisch und entschlossen. Denn gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel. Sie werden erkämpft.

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