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«Auch im Nebel den Weg finden – dank klarer Werte»

Thomas Wallimann Sasaki sucht Orientierung in einer komplexen Welt. Als Ethiker und Präsident von Syna Region Ob-/Nidwalden setzt er auf klare Werte, Gemeinsinn und Solidarität.

Meine Arbeit

Als Kind wollte ich Militärpilot und Pfarrer werden. Es kam anders – und doch passt diese Kombination gut zu mir: neugierig, offen, interessiert an Menschen und Ideen und Verbindungen bauen. Am Ende habe ich Ethik studiert. Seither habe ich in vielen Rollen gearbeitet: als Lehrer am Gymnasium in Stans, bis heute als Dozent an Fachhochschulen und Leiter des Instituts ethik22.

Ich war nie nur bei einem Arbeitgebenden angestellt, sondern habe immer mehrere Projekte gleichzeitig betreut. Das brachte Nachteile, etwa bei Sozialversicherungen und Pensionskasse, was ich anfangs unterschätzt habe. Doch vor allem ist es ein Privileg: Die Vielfalt hält meinen Alltag spannend, eröffnet neue Perspektiven und bringt Begegnungen mit sehr unterschiedlichen Menschen.

Meine Gewerkschaft

Kurz nach dem Studium trat ich der Gewerkschaft für kirchliche Berufe bei, einer Vorgängerorganisation von Syna. Für mich war immer klar: Auch eine werteorientierte Institution wie die Kirche braucht eine Gewerkschaft. Gerade dort, wo hohe Werte verkündet werden, muss man darauf achten, dass sie auch gelebt werden. 

Seit gut zehn Jahren bin ich Präsident der Sektion Unterwalden. Für eigene Anliegen nutze ich die Gewerkschaft selten. Doch finde ich deren Existenz enorm wichtig. Denn es braucht in der Gesellschaft Organisationen, die für Werte einstehen, Missstände benennen und dies auch in den gesellschaftlichen Strukturen verankern.

Meine Werte

Was ich in der Gewerkschaft erlebe, prägt mein politisches Handeln als Landrat in Nidwalden. Besonders der Austausch mit den Regionalsekretariaten, die die Anliegen unserer Mitglieder aus nächster Nähe kennen, ist für mein Engagement wertvoll. 

Mir fällt auf, dass heute vieles fast ausschliesslich durch die wirtschaftliche Brille betrachtet wird. Doch eine Gesellschaft braucht mehr als ökonomische Kennzahlen. Sie braucht ein gemeinsames Wertefundament – eine Art «Wanderkarte» für unser Zusammenleben. Diese gibt Orientierung, auch wenn der Weg unklar ist oder Nebel aufzieht. Für mich heisst das, Gemeinsinn und Solidarität zu stärken und Entscheidungen so zu treffen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht.

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