Die Mieten sind zu teuer!
Die Mieten in der Schweiz steigen seit Jahren schneller als die Einkommen. Viele Mieterinnen und Mieter bezahlen deutlich zu viel – rund 360 Franken pro Monat. Die Mietpreis-Initiative will dafür sorgen, dass Mieten transparent bleiben und Menschen vor unerlaubt hohen Mieten geschützt werden
Die Mieten explodieren, während die Löhne stagnieren
In den letzten 20 Jahren sind die Mietpreise um über 32 % gestiegen, obwohl sie eigentlich hätten sinken müssen. Deshalb zahlen die Mietenden in der Schweiz heute im Durchschnitt fast eine Drittel zu viel Miete! Im Schnitt würde man also statt 2000 Franken korrekt etwa 1300 Franken Miete für eine Wohnung bezahlen. Dazu kommt, dass die Löhne praktisch nicht gestiegen sind. Für die Mieterinnen und Mieter, die 60 % der Bevölkerung ausmachen, bedeutet dies eine spürbare Belastung, denn immer mehr Haushalte geben einen grossen Teil ihres Einkommens für die Miete aus. Die Folge: Die Kaufkraft sinkt, und viele müssen genau überlegen, wie sie ihre Monatsausgaben decken. Besonders Familien, Alleinerziehende und junge Berufstätige spüren diesen Druck deutlich.
Immobilienkonzerne profitieren auf Kosten der Mietenden
Während immer weniger Menschen sich ihre Wohnung leisten können, steigen die Profite grosser Immobilienkonzerne stetig. Allein 2023 zahlten die Mietenden in der Schweiz über 10 Milliarden Franken zu viel – ein Grossteil davon landete bei Banken, Versicherungen und grossen Vermietergesellschaften. Wohnungen werden so zunehmend zu reinen Anlageobjekten, und besonders Renditesanierungen treiben die Mieten weiter nach oben: Preisgünstige Wohnungen werden leergekündigt, modernisiert und dann deutlich teurer vermietet. Viele Menschen müssen ihre Quartiere verlassen, weil sie sich die neuen Mieten nicht mehr leisten können. Das Problem verschärft sich, weil Immobilienkonzerne private Eigentümerinnen und Eigentümer zunehmend verdrängen.
Das Gesetz muss endlich eingehalten werden
Wohnen ist ein Grundbedürfnis – kein Produkt, das man einfach kaufen kann oder nicht. Das Mietrecht schreibt deshalb vor, dass Mieten nicht willkürlich nach Angebot und Nachfrage festgelegt werden dürfen, sondern die tatsächlichen Kosten der Wohnung plus eine gedeckelte Rendite nicht überschreiten dürfen. Das Problem ist jedoch, dass in der Praxis kaum überprüft wird, ob die Mieten korrekt sind. Es gibt keine Kontrolle durch die Behörden, und die Mietenden müssen sich jedes Mal selbst wehren, wenn sie glauben, dass ihre Miete zu hoch ist. Die Mietpreis-Initiative will, dass die Mieten automatisch und regelmässig überprüft werden. So können Missbräuche früh erkannt werden, und die Mietenden werden entlastet.
Spekulation mit Boden stoppen
Nicht nur Mietende sind davon betroffen, dass Immobilienkonzerne ihre Rendite auf dem Buckel der Bevölkerung maximieren. Auch der Traum vom Eigenheim rückt immer mehr Menschen in unerreichbare Ferne. Denn mit ihren riesigen Finanzmitteln treiben die grossen Investoren die Grundstückspreise unentwegt in die Höhe. Das führt dazu, dass Bauprojekte immer teurer werden und Genossenschaften, Gemeinden oder Private kaum mehr eine Chance haben, erschwingliche Wohnungen zu realisieren. Mit der Initiative würden die Mieten sinken und damit gingen auch die Renditen der Immobilienkonzerne zurück. Das hätte zur Folge, dass die Konzerne aufhören würden, Fantasiepreise für Boden zu bezahlen. Der Druck auf die Bodenpreise würde zurückgehen – und es könnten endlich wieder diejenigen Land kaufen, die für Menschen bauen, statt für die Rendite.
Wohnraum für alle sichern
Durch die Einführung einer regelmässigen Überprüfung gewährleistet die Mietpreis-Initiative, dass die Mieten korrekt sind und Immobilienkonzerne nicht weiter illegal hohe Gewinne auf Kosten der Mietenden erzielen können. Diesem Syna Magazin ist eine Unterschriftenkarte der Mietpreis-Initiative beigelegt. Mit Ihrer Unterschrift können Sie dazu beitragen, dass dem unbeschränkten Gewinnstreben auf dem Immobilienmarkt endlich ein Riegel vorgeschoben wird und Wohnungen wieder denen zugutekommen, die sie brauchen.
