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Krankenkasse: Syna fordert sofortigen Stopp der Erhöhungen

Syna, die Gewerkschaft, kritisiert die angekündigte Erhöhung der Krankenkassenprämien für 2026 und verlangt, dass die Haushalte nicht länger allein die Folgen politischer Untätigkeit tragen müssen.

„Nach mehreren Jahren ohne wesentliche Fortschritte in der Gesundheitspolitik sind es erneut die Versicherten, die den hohen Preis zahlen müssen. Am Monatsende sind zu viele Familien gezwungen, zu wählen: die Prämie bezahlen oder andere grundlegende Ausgaben wie Nahrungsmittel oder Mobilität einschränken. Das ist eine eklatante soziale Ungerechtigkeit", empört sich Yvonne Feri, Präsidentin von Syna.

Prämien, die die Budgets belasten
Die Durchschnittsprämie wird 2026 bei 393,30 Franken liegen – ein Anstieg von 4.4 % im Vergleich zu 2025 und +150 % in 25 Jahren. Die Prämien steigen fast viermal schneller als die Einkommen und werden im offiziellen Landesindex der Konsumentenpreise nicht berücksichtigt, was die Lohnverhandlungen verfälscht.
Für zahlreiche Haushalte ist die Krankenkassenprämie längst keine marginale Ausgabe mehr, sondern ein entscheidender Faktor für den Kaufkraftverlust. Unsere Mitglieder berichten von unhaltbaren Situationen: Zahlungsverzögerungen, zu hohe Franchisen und dem Verzicht auf medizinische Versorgung aus finanziellen Gründen.

Klar sichtbare Ungleichheiten
  • Einheitlich festgelegte Prämien, unabhängig vom Einkommen, verschärfen die soziale Ungleichheit und belasten besonders tiefe und mittlere Löhne.
  • Die aktuellen Ausgleichsmassnahmen, also die individuellen Prämienverbilligungen, sind zu restriktiv und erreichen nicht alle, die sie bräuchten.
  • Immer mehr Haushalte müssen ihre Franchise erhöhen oder auf bestimmte Behandlungen verzichten – damit wächst die Gefahr einer Zweiklassenmedizin.
Die Forderung von Syna

Angesichts dieser Situation lanciert Syna eine Petition mit der Forderung nach einem sofortigen Stopp aller Prämienerhöhungen, solange keine konkreten Lösungen zur Kostendämpfung beschlossen und umgesetzt sind, die die Haushalte entlasten.
„Die Behörden und das Parlament müssen endlich Verantwortung übernehmen: keine weiteren Prämienerhöhungen, solange keine wirksamen Massnahmen auf dem Tisch liegen", betont Yvonne Feri.

Appell zum Handeln

Gesundheit ist ein Grundrecht, keine Ware. Syna fordert die Behörden und das Parlament auf, rasch zu handeln und echte Reformen einzuleiten.
Zusammen können wir etwas bewegen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Forderungen der Gewerkschaft Syna zu unterstützen, indem sie die Petition unterzeichnen und ihre Erfahrungsberichte teilen. Je mehr wir sind, desto stärker wird unsere Stimme gehört!

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Für weitere Auskünfte:

Véronique Rebetez, Leiterin Sozialpolitik und Fachstellen, veronique.rebetez@syna.ch, 079 541 85 45

Genug gezahlt!

STOPPT die Erhöhung der Krankenkassenprämien, bis konkrete Lösungen gefunden sind! 

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