Jeden Herbst dieselbe Sorge: Der Brief unserer Krankenkasse kündigt neue Prämienerhöhungen an – oft weit über der Rentenerhöhung. Syna sagt Stopp – so kann es nicht weitergehen!
Wir fordern von unseren Behörden, endlich Verantwortung zu übernehmen. Wenn Gesundheit zum Luxusgut wird, das sich nur noch Privilegierte leisten können, wenn das Prämiensystem nicht mehr funktioniert, ist es Zeit für einen Systemwechsel!Die Krankenkassenprämien sind für kleine Budgets oft eine untragbare Belastung. Wir fordern unsere Behörden auf, endlich wirksam gegen die Erhöhung der Krankenkassenprämien vorzugehen. Zugang zur Gesundheitsversorgung zu haben, ohne sich zu ruinieren, sollte kein Privileg sein, sondern ein Recht.
In der Schweiz ist die Grundversicherung (KVG) für alle obligatorisch. Aber wusstest du, dass du eine finanzielle Unterstützung beantragen kannst, wenn dein Einkommen bescheiden ist, und dass du das Recht hast, jedes Jahr die Krankenkasse zu wechseln?
Syna, die Gewerkschaft, kritisiert die angekündigte Erhöhung der Krankenkassenprämien für 2026 und verlangt, dass die Haushalte nicht länger allein die Folgen politischer Untätigkeit tragen müssen.
Syna kritisiert die Entscheidung des Parlaments scharf und fordert eine sozial gerechte Gesundheitspolitik.
Am 18. Dezember hat der FDP-Nationalrat Philippe Nantermod die Einführung einer zusätzlichen Stufe für Senioren im KVG-System vorgeschlagen. Damit würden die Gesundheitskosten der älteren Menschen ausschliesslich von den älteren Menschen getragen und das in der KVG vorgesehene Prinzip der Solidarität zwischen den Generationen endgültig zerstört. Dieser schockierende Vorschlag droht, die Ungleichheiten weiter zu vergrössern und die Schwächsten zu schwächen.
Alain Berset hat nichts kommen sehen, die Versicherer haben so getan, als seien sie am Ende ihrer Reserven und das Parlament hat Massnahmen und Projekte zur Dämpfung der Gesundheitskosten und zur Änderung der Pflegefinanzierung in den Wind geschlagen. Das Ergebnis: Leidtragende sind die Versicherten, da sie allein für die steigenden Gesundheitskosten aufkommen müssen. Vor allem die Ärmsten, denn in der Schweiz – und darauf können wir nicht gerade stolz sein – gilt: Je ärmer, desto mehr zahlt man. Angesichts dieser sozialen Notlage muss der Staat jetzt reagieren!
Das Bundesgericht hat entschieden: Der Kanton Luzern hat die Prämienverbilligung für die Krankenkasse falsch berechnet.
