Im Herbst 2024 erkämpften die Stahlarbeiter:innen von Stahl Gerlafingen und Swiss Steel finanzielle Unterstützungsmassnahmen, um die strategischen Recyclingwerke und die Arbeitsplätze zu erhalten. Mit der Zustimmung zum Kantonsbeitrag macht das Solothurner Kantonsparlament den Weg für die Hilfen für Stahl Gerlafingen frei. Das Unternehmen verpflichtet sich im Gegenzug zum Erhalt des Standorts, zu Investitionen in die weitere Dekarbonisierung und zum Verzicht auf Dividenden.
Die Telefone laufen in diesen Tagen heiss bei Nico Fröhli: Als Branchenleiter bei Syna, der die MEM-Industrie betreut, erlebt er die Auswirkungen des US-Zollhammers hautnah mit. Ein Gespräch über besorgte Arbeitnehmende, vorauseilende Arbeitgeber/-innen und Forderungen an die Schweizer Politik.
Die Mitarbeitenden in der MEM-Branche profitieren seit dem 1. Juli 2023 weiter von einem Gesamtarbeitsvertrag. Das neue Vertragswerk ist bis am 30. Juni 2028 gültig und bietet den Mitarbeitenden somit auch in den kommenden Jahren Schutz und übergesetzliche Regelungen.
An der diesjährigen Industrietagung im Zentrum: die aktuelle wirtschaftliche Lage, das neue Syna-Industrieteam, psychische Gesundheit am Arbeitsplatz sowie die Forderungen für den GAV in der MEM.
Im nächsten Jahr wird der Gesamtarbeitsvertrag der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (GAV MEM) neu verhandelt. Die Gewerkschaften Syna und Unia haben einen gemeinsamen Forderungskatalog verabschiedet, der auf zwei Umfragen bei Beschäftigten und Personalkommissionen beruht. Sie fordern insbesondere Verbesserungen bei den Löhnen, beim Teuerungsausgleich und beim Schutz vor Entlassungen.
An der Branchenkonferenz der MEM-Industrie von vergangener Woche haben die Teilnehmenden einen umfassenden Aktionsplan zum Schutz der Angestellten verabschiedet. Darin fordern die Arbeitnehmenden der MEM-Industrie nebst Lohnanpassungen mehr betriebliche Mitbestimmung, die Teilnahme der Arbeitgebenden an der MEM-Passerelle 4.0 und einen besseren Gesundheitsschutz.
Enics Schweiz AG hat heute bekannt gegeben, dass sie ihren Aargauer Standort aufgeben und die Produktion ins Ausland verlagern will. Die 125 Mitarbeitenden verlieren ihre Stelle.
Dank Syna gibt es in der GAV-Region mit den tiefsten Löhnen eine automatische Anpassung des Mindestlohns.
Ende März fand in Olten die jährliche Syna-Branchenkonferenz der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) statt. Die zahlreichen Delegierten vertieften mit viel Elan und engagierter Diskussion das Thema «Digitalisierung».
