Die BVG-Kommission hat heute beschlossen, dem Bundesrat eine Erhöhung des BVG-Mindestzinssatzes von 1,25 auf 1,75 Prozent zu empfehlen. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst diesen Entscheid, der die Verzinsung der Altersguthaben deutlich verbessert. Gleichzeitig ist Travail.Suisse der Ansicht, dass es durchaus Spielraum gegeben hätte für eine Erhöhung des Mindestzinssatzes auf 2 Prozent.
Das Bundesamt für Statistik hat heute neue Zahlen zur Lohnungleichheit veröffentlicht. Diese halten eine erfreuliche Entwicklung bereit: Während die gesamte Lohnungleichheit weiter abnimmt, geht endlich auch der unerklärte Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern – die Lohndiskriminierung – zurück, nachdem dieser während mehr als zehn Jahren kontinuierlich angestiegen war. Trotzdem entgehen Frauen nach wie vor einzig aufgrund ihres Geschlechts durchschnittlich 640 Franken pro Monat.
Die zuständige Kommission des Nationalrats lehnt die parlamentarische Initiative Schmezer ab. Diese verlangt, dass Arbeitnehmende ihr Krankentaggeld auch dann erhalten, wenn ihr Arbeitgeber die Prämienzahlung für die Unfall- und Krankentaggeldversicherung versäumt hat. Travail.Suisse bedauert diesen Entscheid und fordert den Nationalrat auf, ihn zu korrigieren.
Die Erwerbslosigkeit von jungen Erwachsenen hat stark zugenommen und liegt so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Allerdings sind viele Junge nicht ausreichend gegen Arbeitslosigkeit abgesichert. Ihre Leistungen wurden in den letzten Jahren stark gekürzt. Viele junge Stellensuchende melden sich deshalb bei Arbeitslosigkeit gar nicht erst bei einem RAV. Mit einer parlamentarischen Initiative möchte Léonore Porchet, Vizepräsidentin von Travail.Suisse, dieser problematischen Entwicklung Gegensteuer geben. Die zuständige Kommission hat ihren Vorstoss heute allerdings abgelehnt. Travail.Suisse bedauert diesen kurzsichtigen Entscheid und fordert den Nationalrat auf, diesen zu korrigieren.
Die Hitzewellen dieses Sommers stellen die Baubranche vor grosse Herausforderungen. Die Gewerkschaft Syna fordert daher griffige Massnahmen. Im Fokus stehen ein besserer Gesundheitsschutz für Bauarbeitende und gleichzeitig die notwendige Planungssicherheit für Bauunternehmen.
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist enttäuscht, dass der Bundesrat die Probleme in der Krankentaggeldversicherung verkennt. Er anerkennt weder die Probleme in der Prävention noch bei den Prämien. Travail.Suisse hat einen umfassenden Bericht erstellt, der zeigt, dass es dringend ein Leistungsobligatorium und eine öffentlich-rechtliche Krankentaggeld-Versicherungsanstalt braucht, die solidarische und bezahlbare Prämien garantiert.
Seit zehn Jahren stagnieren die Reallöhne in der Schweiz weitgehend. Aufgrund der gleichzeitig stark steigenden Krankenkassenprämien hat sich die finanzielle Situation vieler Arbeitnehmenden anhaltend verschlechtert. Die bedeutenden Produktivitätsgewinne der Unternehmen kommen immer weniger bei normalverdienenden Arbeitnehmenden an. Es braucht deshalb einen kontinuierlichen Lohnaufschwung. Travail.Suisse fordert für das Jahr 2027 generelle Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmenden in der Höhe von 2 Prozent. Dadurch kann die wieder höhere Inflation kompensiert und eine anständige Beteiligung der Arbeitnehmenden an den wachsenden Erträgen der Unternehmen sichergestellt werden.
Sozialpartner, Kantone und Bundesrat haben zu Handen des Parlaments 14 innenpolitische Massnahmen ausgearbeitet, die den Lohnschutz in der Schweiz im Rahmen der neuen bilateralen Verträge mit der EU sicherstellen sollen. Sie ermöglichen eine Einigung mit der EU, ohne den Lohnschutz zu schwächen. Die ständerätliche Kommission hat nun an ihrer heutigen Sitzung entschieden, nur einen Teil dieser Massnahmen zu unterstützen. Unter anderem lehnt sie die Forderung der EU nach einer Neuregelung der Kaution ab. Statt einer sauberen Lösung, wie sie die Sozialpartner erarbeitet haben, schafft die Kommission damit unnötige Unsicherheit.
Altersdiskriminierung betrifft in der Schweiz weiterhin viele Menschen, insbesondere in der Arbeitswelt. Um diese Situation zu verändern, hat FARES VASOS kürzlich eine Petition mit 25'770 Unterschriften an das Parlament und den Bundesrat übergeben, um den Schutz vor Altersdiskriminierung zu stärken.
Bea Heim, Präsidentin von FARES VASOS und ehemalige Nationalrätin, spricht über die verschiedenen Formen der Altersdiskriminierung, die notwendigen Veränderungen und mögliche Lösungen für eine Gesellschaft, die allen Generationen mit mehr Respekt begegnet.
In offiziellen, politischen oder arbeitgeberseitigen Diskursen ist häufig von einer Verlängerung des Erwerbslebens, der Wertschätzung von Erfahrung und individueller Verantwortung die Rede. Die Realität am Arbeitsplatz sieht für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 60 jedoch anders aus: Sie erleben eine schleichende Ausgrenzung, Zweifel an ihren Fähigkeiten, fehlende Perspektiven, Druck, früher aus dem Berufsleben auszuscheiden, sowie wachsende Sorgen im Hinblick auf die Pensionierung.
Die zunehmende Zahl von Hitzewellen in den vergangenen Jahren ist keine Ausnahmeerscheinung mehr, sondern eine dauerhafte Realität im Zusammenhang mit dem Klimawandel. In der Schweiz wie auch anderswo in Europa treffen diese Hitzewellen ältere Menschen überproportional stark und machen bestehende soziale und gesundheitliche Ungleichheiten sichtbar. Für Rentnerinnen und Rentner ist eine Hitzewelle nicht nur eine vorübergehende Belastung: Sie stellt ein reales Risiko für die Gesundheit, die Selbstständigkeit und die Würde dar
Du hast deine Lehre erfolgreich abgeschlossen? Herzliche Gratulation! Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt: dein erster Job. Bevor du deinen Arbeitsvertrag unterschreibst, nimm dir ein paar Minuten Zeit und gehe diese Checkliste durch. Sie hilft dir dabei, gut informiert in dein Berufsleben zu starten und deine Rechte zu kennen.
Einmal im Jahr bietet sich im Bundeshaus ein besonderes Bild: Jugendliche ergreifen das Wort - und die politischen Entscheidungsträger/-innen hören zu. Das ist das Prinzip der Eidgenössischen Jugendsession. Die nächste Ausgabe von einem der grössten Projekte zur politischen Partizipation von und für Jugendliche in der Schweiz rückt näher.
Eine einzigartige und kostenlose politische Erfahrung
Die finanziellen Aussichten bei der IV sind besorgniserregend. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb, dass die Prävention am Arbeitsplatz gestärkt wird, damit weniger Arbeitnehmende krankheitsbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden und auf eine IV-Rente angewiesen sind. Dazu müssen insbesondere die Krankentaggeldversicherungen stärker in die Pflicht genommen werden und die Prävention entscheidend stärken.
Travail.Suisse lanciert heute gemeinsam mit einem breiten Bündnis das Referendum gegen den Lohn-Angriff des Parlaments. Dieser gefährdet den Lohnschutz für Tausende Arbeitnehmende und missachtet demokratische Volksentscheide – das können wir nicht akzeptieren.
