Syna, die Gewerkschaft, kritisiert die angekündigte Erhöhung der Krankenkassenprämien für 2026 und verlangt, dass die Haushalte nicht länger allein die Folgen politischer Untätigkeit tragen müssen.
Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst den heutigen Entscheid des Nationalrates, die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeitsinitiative) abzulehnen. Die Initiative gibt eine falsche und schädliche Antwort auf bestehende Herausforderungen. Der Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen würde mit der Initiative zunehmen. Gleichzeitig würde dadurch kein einziges Problem hinsichtlich der steigenden Lebenshaltungskosten effektiv gelöst. Starre und bürokratische Bevölkerungsobergrenzen würden vielmehr verhindern, dass gute Lösungen für die Folgen der alternden Bevölkerung gefunden werden können. Travail.Suisse lehnt die Initiative deshalb mit grosser Überzeugung ab.
Der Nationalrat hat heute massive Leistungskürzungen im Bereich der Hinterlassenenrenten beschlossen. Besonders davon betroffen sind Familien, Frauen und Menschen mit tiefen Einkommen. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, lehnt diesen Abbau entschieden ab und appelliert an den Ständerat, die Vorlage zu korrigieren.
Der Ständerat hat heute einer Harmonisierung der Leistungen im Bereich der Erwerbsersatzordnung zugestimmt. Diese beinhaltet mehrere Neuerungen: die Verlängerung der Mutterschaftsentschädigung bei einem längerem Spitalaufenthalt der Mutter, die Auszahlung der Entschädigung an den zweiten Elternteil im Falle des Todes des Kindes sowie die Lockerung der Kriterien für den Bezug eines Betreuungsurlaubs von bis zu vierzehn Wochen für Eltern eines schwerkranken Kindes. Ausserdem erlaubt die Regelung den Kantonen, einen grosszügigeren Geburtsurlaub für den zweiten Elternteil einzuführen. Travail.Suisse zeigt sich mit diesem Entscheid sehr zufrieden.
Unter dem Motto «Gesundheitsversorgung: Das sind wir für euch» ruft das Bündnis Gesundheitspersonal zu einer nationalen Kundgebung am 22. November auf dem Bundesplatz auf: Für eine sichere Gesundheitsversorgung, angemessene Arbeitsbedingungen und die Umsetzung der Pflegeinitiative. Aufgerufen ist nebst den Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen auch die breite Bevölkerung.
Die Neuverhandlung des Landesmantelvertrags (LMV) läuft bereits seit mehreren Monaten. Obwohl nur noch zwei Verhandlungsrunden anstehen, ist keinerlei Lösung in Sicht. Obwohl jeder zweite Maurer die Branche wegen zu langen Arbeitstagen verlässt, verweigert der Baumeisterverband familienfreundliche Arbeitszeiten für die Bauarbeiter. Im Gegenteil: Die Bauarbeiter sollen noch mehr arbeiten für weniger Lohn. So treibt der Baumeisterverband den Fachkräftemangel erst recht an.
Der Ständerat hat heute den Gegenvorschlag zur Kita-Initiative drastisch gekürzt: Die Programmvereinbarungen zwischen den Kantonen und dem Bund werden beibehalten, jedoch auf die Schaffung von Betreuungsplätzen und die Umsetzung spezifischer Massnahmen für Kinder mit Behinderungen beschränkt. Massnahmen zur Verbesserung der Betreuungsqualität lehnt der Ständerat ab. Der Verpflichtungskredit wird um die Hälfte gekürzt. Angesichts dieser regelrechten Demontage der ursprünglichen parlamentarischen Initiative der WBK-N kann Travail.Suisse seine Unterstützung für die Kita-Initiative nur bekräftigen.
Der Nationalrat hat heute mit knapper Mehrheit entschieden, die 13. AHV-Rente einzig über eine befristete Mehrwertsteuererhöhung finanzieren zu wollen – und damit auf eine nachhaltige Lösung verzichtet. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, bedauert diesen Entscheid sehr. Er ist eine verpasste Chance, die AHV langfristig und solide abzusichern.
Der Ständerat hat sich gestern für das Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung (HBB) und für die Einführung der neuen Titel «Professional Bachelor» und «Professional Master» ausgesprochen. Travail.Suisse begrüsst diesen Entscheid und fordert den Nationalrat auf, dem Ständerat in der kommenden Wintersession zu folgen.
Thomas Wallimann Sasaki sucht Orientierung in einer komplexen Welt. Als Ethiker und Präsident von Syna Region Ob-/Nidwalden setzt er auf klare Werte, Gemeinsinn und Solidarität.
Von der Gluthitze bis zum Dauerregen – der Klimawandel ist Realität. Wer draussen arbeitet, ist zunehmend extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Doch der gesetzliche Schutz bleibt lückenhaft.
Der Bergsturz in Blatten hat Syna-Mitglied Hans Peter Lehner unversehens aus seinem vertrauten Alltag gerissen. In dieser Ausnahmesituation wurde, inmitten von Unsicherheit und Verlust, spürbar, was ihn seit jeher trägt: Solidarität.
Fünf Jahre revidierter Gleichstellungsartikel – doch noch immer kein gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Anfang Juli versammelten sich auf dem Berner Bahnhofsvorplatz Vertreterinnen und Vertreter von über 50 Gruppen – vor einem symbolischen Geburtstagskuchen, der Tränen weint.
Der Berufsbeitrag wird monatlich vom Lohn abgezogen – doch was genau steckt dahinter? Ein Blick auf seine Funktionen zeigt, wie er zur Umsetzung von Gesamtarbeitsverträgen, zur Kontrolle von Arbeitsbedingungen und zur Förderung von Weiterbildung beiträgt.
Das BVG bildet einen wichtigen Pfeiler der sozialen Sicherheit in der Schweiz. Doch die Diskussionen um seine Weiterentwicklung sind in vollem Gange – etwa zur Frage, wie gut das System Teilzeitbeschäftigte abdeckt, ob die Altersbeitragsstaffelung noch zeitgemäss ist oder wie gerecht der Umwandlungssatz gestaltet wird. Diese und weitere Fragen zur Gegenwart und Zukunft der zweiten Säule beantwortet Johann Tscherrig, Mitglied der Geschäftsleitung der Gewerkschaft Syna, im Interview.
