Vor fünf Jahren wurde das Gleichstellungsgesetz revidiert. Damals sass ich noch im Nationalrat. Wir setzten uns dafür ein, dass aus dem Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung ein Gesetz entsteht, dass unter anderem die Lohndiskriminierung zwischen Frauen und Männern endlich beseitigt. Doch das Gesetz wurde ein zahnloser Papiertiger.
Vor 40 Jahren wurde das BVG eingeführt – ein Meilenstein für die Altersvorsorge. Was einst erkämpft wurde, steht heute vor neuen Herausforderungen.
In der Schweiz arbeiten fast 2 Millionen Arbeitnehmende oder 40 Prozent aller Erwerbstätigen in Teilzeit. Das geht aus einer heute veröffentlichten Publikation des Bundesamts für Statistik hervor. Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Sie ermöglicht es Arbeitnehmenden, Erwerbsarbeit und familiäre Betreuungsaufgaben oder eine Ausbildung zu vereinbaren. Gleichzeitig zeigen sich auch problematische Seiten der Teilzeitarbeit, beispielsweise überzogene Forderungen der Arbeitgebenden bezüglich der zeitlichen Flexibilität der Arbeitnehmenden. Für Travail.Suisse ist klar, dass Teilzeitarbeit einem wichtigen Bedürfnis der Arbeitnehmenden entspricht. Gleichzeitig ist es notwendig, die Bedingungen für Teilzeitarbeit zu modernisieren und zu verbessern.
Die Sozial- und Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK-N) schlägt mit ihren Entscheiden zur Revision der Witwenrenten und der Abschaffung der Alterskinderrenten einen deutlichen Leistungsabbau zu Lasten der Schwächsten vor. Dieses Vorgehen wird in erster Linie Familien treffen: Frauen, die Kinderbetreuung übernommen haben und ältere Eltern mit ihren Kindern – und generell Personen, die ihren Ehepartner oder ihre Ehepartnerin verloren haben. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, lehnt dieses Vorgehen entschieden ab.
Die SGK-N hat sich mit sehr knapper Mehrheit für eine befristete Mehrwertsteuererhöhung zur Finanzierung der 13. AHV-Rente ausgesprochen – und will damit auf eine langfristige Finanzierung der 13. AHV-Rente verzichten. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von Syna, fordert den Nationalrat auf, einer der beiden Kommissionsminderheiten zu folgen und die 13. AHV-Rente nachhaltig zu finanzieren.
Der Landesmantelvertrag (LMV) für rund 80'000 Bauarbeiter wird neu verhandelt. Die Branche steckt in einer tiefen Personalkrise und die Bauarbeiter brauchen dringend familienfreundlichere Arbeitszeiten. Seit Juli wird verhandelt, doch auch in der zweiten Runde blockierte der Baumeisterverband sämtliche Lösungsvorschläge und forderte stattdessen längere Arbeitstage für weniger Lohn.
Der heute vom Bundesrat verabschiedete Bericht zeigt einmal mehr die lohnmässige Benachteiligung im Zusammenhang mit Mutterschaft. Fakt ist: Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist nach wie vor nicht erreicht. Mehrere Faktoren, wie der Zivilstand, der Familienstatus oder ein Teilzeitpensum stehen zwar objektiv mit den Lohnunterschieden in Zusammenhang, rechtfertigen sie jedoch keineswegs. Es ist vielmehr der bestehende strukturelle Rahmen, der Lohnunterschiede begünstigt – darunter die ungleiche Verteilung der Arbeit für die Betreuung von Familienangehörigen oder Dritten. Eine gleichberechtigte Familienzeit kann diesen Rahmen verändern.
Die BVG-Kommission hat gestern entschieden, den BVG-Mindestzinssatz auf 1,25% zu belassen. Syna und Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, bedauern, dass der Mindestzins nicht angehoben wird und hofft, dass der Bundesrat bei seiner Entscheidung im Herbst eine Erhöhung dennoch in Betracht zieht. Dies wäre für die Arbeitnehmenden wichtig.
Syna und die Sonntagsallianz fordern: Der Sonntag muss geschützt bleiben
Letzten Herbst erreichten die Stahlarbeiter/-innen von Stahl Gerlafingen und Swiss Steel mit grossem Engagement, dass die Eidgenossenschaft ihren Unternehmen unter die Arme greift, um die strategischen Recyclingwerke und die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Luzerner Kantonsregierung macht jetzt einen Rückzieher. Das ist verantwortungslos und muss vom Kantonsparlament korrigiert werden.
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat heute ihre Unterstützung für das Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung bekanntgegeben. Travail.Suisse begrüsst diesen Entscheid und ruft den Ständerat dazu auf, seiner Kommission zu folgen.
Der Bundesrat hat heute die aktualisierten AHV-Finanzperspektiven veröffentlicht. Sie zeigen deutlich, dass die AHV auf soliden Beinen steht und sie den demografischen Entwicklungen gewachsen ist. Es bedarf somit lediglich noch einer Zusatzfinanzierung für die 13. AHV-Rente. Für Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von Syna, ist klar, dass Verschlechterungen für die Versicherten, wie eine Erhöhung des Rentenalters, somit definitiv vom Tisch sind.
Die Empörung war gross: Ein Vollzeitlohn müsse nicht zum Leben reichen, sagte Roland A. Müller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, an einer Kommissionssitzung im Juni. Aus Sicht von Syna ist ein solcher Affront nicht hinnehmbar. Im Gegenteil: Angesichts der stetig steigenden Krankenkassenprämien und Lebenshaltungskosten fordert die Gewerkschaft Syna eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 2 % über alle Branchen hinweg.
Vier Jahre nach der Volksabstimmung über die Pflegeinitiative, in der sich die Bevölkerung für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich ausgesprochen hat, ruft eine breite Allianz aus Berufsverbänden und Gewerkschaften des Gesundheitspersonals zu einer gemeinsamen nationalen Kundgebung am 22. November 2025 in Bern auf.
FAQ – Häufige Fragen für Mitglieder & Arbeitnehmende
