Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst den heutigen Entscheid des Ständerats, das von der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) vorgelegte Gesamtkonzept zur Finanzierung der AHV anzunehmen. Die Annahme dieses Kompromisses ist ein wichtiger Schritt, um die kurz- und mittelfristige Stabilität der Altersvorsorge sicherzustellen.
Die Berichte zur Umsetzung der flankierenden Massnahmen im Jahr 2024 unterstreichen einmal mehr die hohe Bedeutung des Lohnschutzes für viele Arbeitnehmende. Ohne dichte Kontrollen und wirksame Sanktionen würden die inländischen Löhne und Arbeitsbedingungen in verschiedenen Branchen stark unter Druck geraten. Gleichzeitig bestehen beim Lohnschutz weiterhin Lücken, die geschlossen werden müssen.
Das Projekt für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben im Gebäudehüllengewerbe schreitet voran: Erste Ergebnisse der Umfrage sind da. Interessierte können sich noch für die Arbeitsgruppe und Pilotprojekte anmelden.
Nach einer grossen Mobilisierung der Arbeiter/-innen von Stahl Gerlafingen und Swiss Steel im letzten Herbst hat das Parlament eine Entlastung der Schweizer Stahlindustrie bei den Netznutzungskosten beschlossen. Jetzt haben die Stahlwerke die entsprechenden Anträge eingereicht. Damit verbunden sind Garantien für den Erhalt der Standorte und Verpflichtungen zur Dekarbonisierung. Die Kantone Solothurn und Luzern müssen jetzt ihren Beitrag an die Unterstützung beschliessen.
Der Nationalrat hat es heute abgelehnt, auf die parlamentarische Initiative Grossen einzutreten. Diese hätte zur Folge gehabt, dass Arbeitnehmende vermehrt als Selbständige eingestuft worden wären. Dadurch wären sie nicht mehr gegen Arbeitslosigkeit oder Unfall versichert gewesen. Auch das Arbeitsgesetz und die ausgehandelten Minimallöhne aus Gesamtarbeitsverträgen hätten für sie keine Bedeutung mehr gehabt. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna , zeigt sich erleichtert darüber, dass die Mehrheit des Nationalrats diesen Frontalangriff auf die soziale Sicherheit, die Rechte von Arbeitnehmenden und den Lohnschutz nicht unterstützt.
Die Gewerkschaft Syna zeigt sich äusserst besorgt angesichts des Bundesratsgeschäftes 24.096 (ehemals Motion Ettlin). Dieses zielt darauf ab, den in allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen (GAV) festgelegten Mindestlöhnen Vorrang gegenüber den gesetzlich verankerten kantonalen Mindestlöhnen zu gewähren.
Das Projekt für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in der Holzbaubranche schreitet voran: Die Ergebnisse der Branchenbefragung sind eingetroffen. Interessierte können sich noch für die Arbeitsgruppe und Pilotprojekte anmelden.
Eine neue Publikation des Bundesamts für Statistik verdeutlicht erneut, dass die Schweiz im europäischen Vergleich die mit Abstand längsten Arbeitszeiten aufweist. Die vertragliche Arbeitszeit ist in den letzten Jahren trotz wachsender Produktivität nicht gesunken. Weniger gearbeitet wird hauptsächlich aufgrund der wachsenden krankheitsbedingten Absenzen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von Syna, fordert deshalb ein Umdenken bei der Arbeitszeit: Es braucht mehr Erholung für gesündere und zufriedenere Arbeitnehmende.
Dieses Jahr läuft der Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes aus und muss neu verhandelt werden. Bauarbeiter aus allen Teilen der Schweiz sind deshalb heute an zwei überregionalen Kundgebungen in Zürich und Lausanne auf die Strasse gegangen, um für faire Arbeitsbedingungen auf dem Bau zu demonstrieren. Im Vordergrund standen die Forderungen nach familienfreundlicheren Arbeitszeiten, einer bezahlten Pause, die Abschaffung der unbezahlten Reisezeit sowie einer Lohnerhöhung.
Der Bundesrat hat heute die Eckwerte für die Reform AHV2030 vorgestellt. Die Finanzierung der AHV soll über höhere Einnahmen aus bestehenden Quellen gesichert werden, zudem sind Massnahmen zur Weiterbeschäftigung nach dem Referenzalter geplant. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von Syna, begrüsst die frühzeitige Planung, kritisiert jedoch das Fehlen neuer Finanzierungsansätze und warnt davor, den Druck für längeres Arbeiten zu erhöhen. Eine nachhaltige Reform muss sozial ausgewogen und mehrheitsfähig sein
Die Gewerkschaft Syna nimmt den heutigen Entscheid des Bundesrates, die Höchstbezugsdauer der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) erneut von zwölf auf achtzehn Monate zu verlängern, mit Erleichterung, aber auch mit kritischem Blick zur Kenntnis.
Trotz Annahme der Pflegeinitiative vor vier Jahren fehlen verbindliche gesetzliche Grundlagen, um die Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig zu verbessern. Der Verfassungsauftrag ist eindeutig – die Umsetzung jedoch stockt.
Der Nationalrat hat heute einer neuen Betreuungszulage für Kita-Kinder zugestimmt, nachdem der Ständerat bereits im Dezember Ja gesagt hatte. Gleichzeitig hat der Nationalrat beschlossen, die vom Ständerat gestrichenen Programmvereinbarungen zwischen Bund und Kantonen wieder einzuführen.
Heute endet die Vernehmlassungsfrist zum Sparpaket 2027. Es sieht einschneidende Kürzungen vor, welche für die Zukunftsfähigkeit der Schweiz von grosser Bedeutung sind. Betroffen sind vor allem die AHV, die Bildung, das Bundespersonal, der öffentliche Verkehr und der Klimaschutz. Auf Mehreinnahmen hingegen will der Bundesrat trotz der neuen sicherheitspolitischen Lage fast gänzlich verzichten. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von Syna, lehnt das unausgewogene und nicht zukunftsgerichtete Entlastungspaket deshalb ab.
