Gemeinsam mit den Beschäftigten der Novartis haben die Gewerkschaften Syna und Unia eine Petition zum Erhalt der Arbeitsplätze in Stein (AG) lanciert. Der Pharmakonzern will über 700 Stellen streichen – über die Hälfte der Belegschaft wäre betroffen. Die Petition fordert den Verzicht auf den Stellenabbau, den Erhalt des Produktionsstandorts und ein klares Bekenntnis der Novartis zum Industriestandort Schweiz.
Letzten Herbst erreichten die Stahlarbeiter/-innen von Stahl Gerlafingen und Swiss Steel mit grossem Engagement, dass die Eidgenossenschaft ihren Unternehmen unter die Arme greift, um die strategischen Recyclingwerke und die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Luzerner Kantonsregierung macht jetzt einen Rückzieher. Das ist verantwortungslos und muss vom Kantonsparlament korrigiert werden.
Nach einer grossen Mobilisierung der Arbeiter/-innen von Stahl Gerlafingen und Swiss Steel im letzten Herbst hat das Parlament eine Entlastung der Schweizer Stahlindustrie bei den Netznutzungskosten beschlossen. Jetzt haben die Stahlwerke die entsprechenden Anträge eingereicht. Damit verbunden sind Garantien für den Erhalt der Standorte und Verpflichtungen zur Dekarbonisierung. Die Kantone Solothurn und Luzern müssen jetzt ihren Beitrag an die Unterstützung beschliessen.
Der Bundesrat hat die Verordnung erlassen, damit die Firma von staatlicher Unterstützung profitieren kann.
Anlässlich der ausserordentlichen Aktionärsversammlung von Swiss Steel haben die Beschäftigten des Stahlwerks Emmenbrücke heute eine langfristige Perspektive für das Unternehmen gefordert. Swiss Steel muss insbesondere die vom Parlament beschlossene finanzielle Unterstützung bei den Stromnetzkosten beantragen.
Trotz staatlicher Hilfsangebote will die Swiss-Steel-Tochter Steeltec im Stahlwerk Emmenbrücke 130 Stellen abbauen und 50 Arbeiter/-innen entlassen. Die Beschäftigten, die die öffentliche Unterstützung für das Stahlwerk erkämpft haben, wollen das nicht hinnehmen. In einem offenen Brief wenden sie sich an Mehrheitsaktionär Martin Haefner und verlangen ein Treffen.
Mit einem wochenlangen Kampf haben die Stahlarbeiter/-innen aus Gerlafingen und Emmenbrücke erreicht, dass das Parlament eine Entlastung der Stahlwerke bei den Stromkosten beschlossen hat. Trotzdem will die Swiss-Steel-Tochter Steeltec eine Umstrukturierung durchziehen und Arbeitsplätze abbauen. Für die Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände ist klar, dass Entlassungen nicht in Frage kommen.
Gute Nachrichten für die Stahlindustrie aus dem Bundeshaus: Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat für eine vorübergehende Entlastung der Stahlwerke bei den Netznutzungskosten gestimmt. Massenentlassungen müssen jetzt definitiv vom Tisch!
Der Nationalrat hat heute einen richtungsweisenden Entscheid zur Unterstützung der Stahl- und Aluminiumindustrie gefällt. Über vier Jahre sollen die energieintensiven Werke von Stahl Gerlafingen, Swiss Steel und Novelis bei den Netznutzungsgebühren entlastet werden. Damit ist auch klar: Massenentlassungen müssen jetzt vom Tisch!
