Die Verhandlungen zum neuen Landesmantelvertrag laufen seit dem Sommer – eine Lösung ist aber nicht in Sicht. Obwohl jeder Zweite die Branche verlässt, blockiert der Baumeisterverband familienfreundliche Arbeitszeiten. Rund 20'000 Bauarbeiter stimmten deshalb in einer landesweiten Abstimmung für Streikmassnahmen. Die Gewerkschaften Syna und Unia informierten heute an einer Medienkonferenz darüber.
Die Schweizer Stahlindustrie ist von den neuen protektionistischen Massnahmen der EU stark betroffen, was unnötigerweise Arbeitsplätze gefährdet. Die Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen fordern die Politik auf, dringend für faire Rahmenbedingungen zu sorgen.
Das Enlastungspaket 2027 sieht Kürzungen von über 460 Millionen Franken pro Jahr im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Bereich) vor. Solche Einsparungen sind massiv und unverhältnismässig.
Mobbing oder psychische Schikane hängt nicht nur vom Täter ab: Es wird auch durch das Schweigen der Gruppe begünstigt. Lachen, Geringschätzung oder Schweigen fördern den Mechanismus; die Unterstützung der betroffenen Person ist eine kollektive Verantwortung.
In der Schweiz ist die Grundversicherung (KVG) für alle obligatorisch. Aber wusstest du, dass du eine finanzielle Unterstützung beantragen kannst, wenn dein Einkommen bescheiden ist, und dass du das Recht hast, jedes Jahr die Krankenkasse zu wechseln?
Die Krankenkassenprämien sind für kleine Budgets oft eine untragbare Belastung. Wir fordern unsere Behörden auf, endlich wirksam gegen die Erhöhung der Krankenkassenprämien vorzugehen. Zugang zur Gesundheitsversorgung zu haben, ohne sich zu ruinieren, sollte kein Privileg sein, sondern ein Recht.
Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, zeigt sich erfreut, dass die Schweizer Stimmbevölkerung heute der Einführung einer staatlichen E-ID zugestimmt hat. Gleichzeitig bedauert der Dachverband die Zustimmung zur Abschaffung des Eigenmietwerts.
Syna, die Gewerkschaft, kritisiert die angekündigte Erhöhung der Krankenkassenprämien für 2026 und verlangt, dass die Haushalte nicht länger allein die Folgen politischer Untätigkeit tragen müssen.
Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst den heutigen Entscheid des Nationalrates, die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeitsinitiative) abzulehnen. Die Initiative gibt eine falsche und schädliche Antwort auf bestehende Herausforderungen. Der Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen würde mit der Initiative zunehmen. Gleichzeitig würde dadurch kein einziges Problem hinsichtlich der steigenden Lebenshaltungskosten effektiv gelöst. Starre und bürokratische Bevölkerungsobergrenzen würden vielmehr verhindern, dass gute Lösungen für die Folgen der alternden Bevölkerung gefunden werden können. Travail.Suisse lehnt die Initiative deshalb mit grosser Überzeugung ab.
Der Nationalrat hat heute massive Leistungskürzungen im Bereich der Hinterlassenenrenten beschlossen. Besonders davon betroffen sind Familien, Frauen und Menschen mit tiefen Einkommen. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, lehnt diesen Abbau entschieden ab und appelliert an den Ständerat, die Vorlage zu korrigieren.
Der Ständerat hat heute einer Harmonisierung der Leistungen im Bereich der Erwerbsersatzordnung zugestimmt. Diese beinhaltet mehrere Neuerungen: die Verlängerung der Mutterschaftsentschädigung bei einem längerem Spitalaufenthalt der Mutter, die Auszahlung der Entschädigung an den zweiten Elternteil im Falle des Todes des Kindes sowie die Lockerung der Kriterien für den Bezug eines Betreuungsurlaubs von bis zu vierzehn Wochen für Eltern eines schwerkranken Kindes. Ausserdem erlaubt die Regelung den Kantonen, einen grosszügigeren Geburtsurlaub für den zweiten Elternteil einzuführen. Travail.Suisse zeigt sich mit diesem Entscheid sehr zufrieden.
Unter dem Motto «Gesundheitsversorgung: Das sind wir für euch» ruft das Bündnis Gesundheitspersonal zu einer nationalen Kundgebung am 22. November auf dem Bundesplatz auf: Für eine sichere Gesundheitsversorgung, angemessene Arbeitsbedingungen und die Umsetzung der Pflegeinitiative. Aufgerufen ist nebst den Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen auch die breite Bevölkerung.
Die Neuverhandlung des Landesmantelvertrags (LMV) läuft bereits seit mehreren Monaten. Obwohl nur noch zwei Verhandlungsrunden anstehen, ist keinerlei Lösung in Sicht. Obwohl jeder zweite Maurer die Branche wegen zu langen Arbeitstagen verlässt, verweigert der Baumeisterverband familienfreundliche Arbeitszeiten für die Bauarbeiter. Im Gegenteil: Die Bauarbeiter sollen noch mehr arbeiten für weniger Lohn. So treibt der Baumeisterverband den Fachkräftemangel erst recht an.
Der Ständerat hat heute den Gegenvorschlag zur Kita-Initiative drastisch gekürzt: Die Programmvereinbarungen zwischen den Kantonen und dem Bund werden beibehalten, jedoch auf die Schaffung von Betreuungsplätzen und die Umsetzung spezifischer Massnahmen für Kinder mit Behinderungen beschränkt. Massnahmen zur Verbesserung der Betreuungsqualität lehnt der Ständerat ab. Der Verpflichtungskredit wird um die Hälfte gekürzt. Angesichts dieser regelrechten Demontage der ursprünglichen parlamentarischen Initiative der WBK-N kann Travail.Suisse seine Unterstützung für die Kita-Initiative nur bekräftigen.
