Stahl Gerlafingen hat erneut Entlassungen angekündigt. Die Zukunft des Stahlwerks ist ungewiss. Die Gewerkschaften Syna und Unia sowie der Kaufmännische Verband Schweiz fordern dringende Massnahmen des Bundes zur Sicherung der Arbeitsplätze und des Recyclingstandortes. Auch das Unternehmen muss sich unmissverständlich zur Weiterführung des Betriebs bekennen.
Die Meinung der Arbeitnehmenden ist allen Sozialpartnern des GAV Holzbau wichtig. Um die Situation der Mitarbeitenden und der Betriebe zu erfahren sowie Potenziale und Verbesserungen zu lokalisiere läuft aktuell eine Befragung des gesamten Holbaugewerbes. Neben der generellen Zufriedenheit steht im 2024 die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben im Fokus. Wer teilnimmt, gestaltet die Zukunft der Branche aktiv mit.
Basel.- Gute Neuigkeiten für Weiterbildungswillige: Das Aus- und Weiterbildungsprojekt des L-GAV, bekannt unter dem Kampagnen-Namen «Weiterbildung inklusive», wird auch im kommenden Jahr weitergeführt. Damit Teilnehmende, Betriebe und die Anbieter möglichst frühzeitig Planungssicherheit haben, hat die Aufsichtskommission erstmals bereits Ende September die Konditionen und Angebote für das Folgejahr festgelegt. Die meisten Lehrgänge und Kurse, die aktuell subventioniert werden, bleiben im Programm für 2025. Auf Stufe der Grundangebote werden die Angebote weiterhin kostenlos sein.
Syna freut sich über die Ablehnung der BVG-Reform, denn für viele Bürgerinnen und Bürger hätte diese Reform finanzielle Einbussen im Rentenalter zur Folge gehabt.
Syna ist besorgt über die soziale Isolation älterer Menschen und sucht nach Lösungen, um dieses Problem zu überwinden.
Bis zum Jahr 2028 sollen 170 Poststellen geschlossen werden. Das hat die Post im Mai dieses Jahres angekündigt. Ein gravierender Einschnitt: In der Schweiz wird es dann nur noch 600 Postschalter geben. Dies steht in starkem Kontrast zu 1'323 Filialen, die es im Jahr 2016 gab, und den 3'476 (Stand: 1999).
In einer Welt, in der Technologie eine immer grössere Rolle spielt, fühlen sich viele ältere Menschen ausgegrenzt.
Die Nationalrätin Isabelle Chappuis hat heute eine Motion eingereicht, die verlangt, dass die Arbeitslosenversicherung die Bedürfnisse von Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern besser berücksichtigt. Damit soll insbesondere Frauen der Wiedereinstieg nach einem längeren familiär bedingten Unterbruch der Erwerbstätigkeit erleichtert werden.
Syna und Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, sind erfreut, dass die Schweizer Stimmbevölkerung heute die BVG-Reform abgelehnt hat. Die Ablehnung der Vorlage zeigt deutlich, dass die Bevölkerung keine Verschlechterungen bei den Renten akzeptiert und eine nachhaltige und soziale Lösung fordert.
Über 15'000 Arbeitnehmende aus der ganzen Schweiz gingen heute in Bern unter dem Motto «Mehr Lohn für meine Arbeit!» auf die Strasse. Sie fordern von den Arbeitgebern substanzielle Lohnerhöhungen. Nach mehreren Jahren mit Reallohnverlusten und angesichts steigender Kosten ist die Forderung nötiger denn je. Die Forderung ist klar: Im Hinblick auf die anstehende Lohnrunde müssen die Reallöhne 2025 wieder steigen.
Die Wirtschaft in der Schweiz ist stabil. In vielen Branchen ist die Produktivität gestiegen. In vielen Berufen besteht nach wie vor ein ausgeprägter Fachkräftemangel. Gleichzeitig jedoch haben die Arbeitnehmenden immer weniger Geld im Portemonnaie. Zum ersten Mal in der Nachkriegszeit sind die Reallöhne sogar dreimal in Folge gesunken. Lohnerhöhungen sind daher mehr als gerechtfertigt. Syna fordert je nach Branche 2 bis 4 Prozent mehr Lohn.
Preise und Stress steigen, die Löhne aber nicht! Obwohl die Wirtschaft brummt und Fachkräftemangel herrscht. Jetzt ist auch für uns Zahltag. Zusammen für anständige Lohnerhöhungen.
Der Ständerat hat gestern Abend das Postulat von Mathilde Crevoisier Crelier abgelehnt, das verlangt, dass im nächsten Jahr eine Bilanz über den Stand der Gleichstellung von Frau und Mann in der Schweiz gezogen wird. Travail.Suisse ist enttäuscht über diesen negativen Entscheid. Frauen leiden nach wie vor unter Ungleichheiten und Lohndiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, weil wirksame Massnahmen fehlen. Allein die Lohndiskriminierung kostet die Frauen jährlich 8 Milliarden Franken.
Der Nationalrat berät heute über die Volksinitiative und den indirekten Gegenvorschlag zur Individualbesteuerung. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, befürwortet die Individualbesteuerung grundsätzlich, da dieses Modell Personen unabhängig vom Zivilstand besteuert und das Zweiteinkommen eines Ehepaars, in der Regel dasjenige der Frau, steuerlich nicht benachteiligt wird. Auch als Beitrag zur Linderung des Fach- und Arbeitskräftemangels ist die Individualbesteuerung zu begrüssen. Travail.Suisse kann aber keine Umsetzung unterstützen, die zu grossen Steuerausfällen führt.
Heute hat das BSV die korrigierten Finanzierungsszenarien für die AHV veröffentlicht. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst, dass die Projektionen zu den Ausgaben der AHV damit wieder auf einer soliden Basis stehen. Die neuen Zahlen zeigen, dass lediglich 0,6 zusätzliche Lohnprozente ausreichen würden, um die AHV bis 2030 zu finanzieren, inklusive der 13. AHV-Rente. Travail.Suisse erwartet nun, dass das Parlament diese Finanzierungslösung genauer prüft.
