Eine Delegation der Arbeiter/-innen der Novartis-Fabrik in Stein (AG) hat am 31. Januar in Basel vor dem Novartis-Campus ihren Unmut über den geplanten Stellenabbau ausgedrückt. Sie übergaben der Firma eine Petition mit 3210 Unterschriften. Die Gewerkschaften Syna und Unia fordern Alternativen zur Streichung der Stellen und die Sicherung des Standorts.
Fast 200 Jugendliche versammelten sich zur Eidgenössischen Jugendsession im Dezember 2025 im Bundeshaus. Die Debatten drehten sich um zentrale Themen wie Arbeit, Ausbildung, Gesundheit und Gleichstellung. Es zeigte sich dabei deutlich: Viele Jugendliche in Ausbildung beklagen einen zunehmenden Druck und mangelnde Anerkennung.
Die delegierten Bauarbeiter der Gewerkschaften Unia und Syna haben an ihren Berufskonferenzen dem Verhandlungsergebnis für den neuen Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV) zugestimmt. Dieses konnte erst nach zehn intensiven Verhandlungsrunden und einem branchenweiten Arbeitskampf erreicht werden. Mit dem neuen LMV erzielen die Bauarbeiter mehrere lang verdiente Verbesserungen bei den Arbeitszeiten sowie eine Sicherung ihrer Kaufkraft.
Die nationalrätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) hat heute erste Entscheide zur Umsetzung der Pflegeinitiative in Bezug auf die Arbeitsbedingungen in der Pflege getroffen. Die Kommissionsmehrheit schlägt dabei kaum Verbesserungen gegenüber der heutigen Situation vor und verweigert sich damit einer Umsetzung des klaren Volksauftrags. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, erachtet die heutigen Entscheide der Kommission als unhaltbar.
Der Ständerat hat gestern eine Standesinitiative des Kantons Tessin angenommen, die einen Kündigungsschutz für Adoptivmütter fordert, der dem für leibliche Mütter entspricht. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von Syna, begrüsst diesen Entscheid, weist jedoch darauf hin, dass weiterhin eine Ungleichbehandlung zwischen Müttern und dem zweiten Elternteil besteht, die es zu beseitigen gilt.
Der Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen (VSSU) und die Gewerkschaften Syna und Unia verlängern die Allgemeinverbindlichkeitserklärung um ein weiteres Jahr.
Der Ständerat hat heute das Entlastungspaket 27 abschliessend beraten und weitreichende Kürzungen bei der Bildung, dem Service Public und den Investitionen in den Klimaschutz beschlossen. Trotz vereinzelter Korrekturen bleiben die Kürzungen schwerwiegend. Auf zusätzliche Einnahmen will der Ständerat hingegen verzichten. Das Entlastungspaket bleibt dadurch unausgewogen und nicht zukunftsgerichtet. Die Finanzierung des Militärs und des demografischen Wandels darf nicht auf Kosten wichtiger Zukunftsinvestitionen gehen.
Ab April 2026 regelt ein neuer GAV die Arbeitsbedingungen im Maler- und Gipsergewerbe. Der Arbeitgeberverband SMGV sowie die Mitglieder der Gewerkschaften Syna und Unia haben dem neuen Vertragswerk zugestimmt. Dieses bringt modernere Arbeitsbedingungen und eine strengere Regulierung.
Die Reallöhne sind in den letzten zehn Jahren nicht gestiegen. Daran ändert auch die Lohnrunde 2026 kaum etwas. In den Lohnverhandlungen konnten allenfalls kleine Reallohnzuwächse erzielt werden. Gleichzeitig scheiterten deutlich mehr Verhandlungen als in den Vorjahren. Trotz vereinzelter Lichtblicke bleibt die Lohnentwicklung insgesamt schwach.
Die Verhandlungsdelegationen des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV und der Gewerkschaften Syna und Unia haben sich am Freitag, den 12. Dezember 2025 nach intensiven Verhandlungen auf ein Ergebnis geeinigt. Die Vertragspartner haben einen Landesmantelvertrag mit sechsjähriger Laufzeit mit einer neuen Regelung der Arbeits- und Reisezeiten, einem Lohnpaket sowie einer Absicherung der Teuerung ausgehandelt. Mit dem neuen Vertrag gewinnt die Baubranche an Attraktivität. Das Ergebnis der Verhandlungen muss noch von den Entscheidungsgremien auf beiden Seiten genehmigt werden.
Mit einer Protestkundgebung haben heute rund 100 Beschäftigte von Novartis gemeinsam mit den Gewerkschaften Syna und Unia gegen den geplanten Abbau von über 700 Stellen in Stein (AG) demonstriert. Sie fordern den Verzicht auf den Stellenabbau, den Erhalt des Produktionsstandorts und ein klares Bekenntnis der Novartis zum Industriestandort Schweiz.
Nach dem Entscheid des Ständerats vom September unterstützt nun auch der Nationalrat das Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung. Travail.Suisse begrüsst diesen Entscheid sehr, da er die Berufsbildung aufwertet.
Der Nationalrat hat gestern der Einführung einer neuen Betreuungszulage für Eltern, die eine familienergänzende Betreuung in Anspruch nehmen, zugestimmt und 100 Millionen Franken für die Schaffung neuer familienergänzender Betreuungsplätze bewilligt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, befürwortet die Einführung einer Betreuungszulage, erachtet den Entwurf insgesamt aber als zu minimalistisch. Die grosse Kammer hat ausserdem einer Vorlage zur Harmonisierung der Leistungen im Bereich der Erwerbsersatzordnung zugestimmt. Berufstätige Mütter, die nach der Geburt ins Spital müssen, werden entschädigt, ebenso wie der zweite Elternteil im Falle des Todes des Neugeborenen.
Ab 2027 gilt in der Gebäudetechnik ein neues Vorruhestandsmodell: Beschäftigte ab 60 Jahre mit mindestens 15 Jahren Branchenerfahrung können früher aufhören und erhalten bis zum AHV-Alter eine Überbrückungsrente. Darauf haben sich suissetec, Syna und Unia geeinigt.
