Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) befürwortet eine weitere Liberalisierung der Sonntagsarbeit im Detailhandel. In Zukunft sollen Verkaufsläden an zwölf Sonntagen pro Jahr geöffnet werden können. Sollten beide Räte diesen Entscheid bestätigen, würde Travail.Suisse dagegen das Referendum ergreifen.
Die SGK-N hat heute eine Motion angenommen, die darauf abzielt, zwei Lücken in der Arbeitslosenversicherung für schwangere Frauen zu schliessen. Die Notwendigkeit, die Anzahl Taggelder zu erhöhen, hatte vergangen September bereits die Mehrheit des Ständerats überzeugt und betrifft jährlich fast 500 Frauen, deren Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung ausläuft und denen der Mutterschaftsurlaub verwehrt bleibt. Travail.Suisse zeigt sich sehr erfreut über diesen Entscheid der SGK-N.
Dringender Appell
Das Bündnis Gesundheitspersonal lanciert heute einen dringenden Appell, um die Parlamentarier:innen aufzufordern, das Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen in der Pflege massiv zu korrigieren und damit den Volksauftrag zu respektieren. Der Exodus im Gesundheitsbereich geht weiter, die Gesundheit der Pflegenden und die Versorgungsqualität für die Bevölkerung sind gefährdet. Doch das scheint der rechten Mehrheit im Parlament egal zu sein: Während die Stimmberechtigten 2021 die Pflegeinitiative mit grossem Mehr angenommen haben, weigern sich bisher die Parlamentarier:innen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern und damit den Volkswillen umzusetzen. In der nationalrätlichen Kommission wurde der ungenügende Bundesratsvorschlag gar noch weiter verschlechtert!
Die Lohnverhandlungen für 2026 geben wenig Anlass zur Zuversicht. Syna stuft die Lohnrunde als ungenügend ein. Nora Picchi, Leiterin Gewerkschaftspolitik bei Syna, erklärt die Gründe dafür und zeigt, weshalb viele Arbeitnehmende trotz einzelner Verbesserungen heute kaum besser dastehen als vor zehn Jahren.
Die Mieten in der Schweiz steigen seit Jahren schneller als die Einkommen. Viele Mieterinnen und Mieter bezahlen deutlich zu viel – rund 360 Franken pro Monat. Die Mietpreis-Initiative will dafür sorgen, dass Mieten transparent bleiben und Menschen vor unerlaubt hohen Mieten geschützt werden
Die neuesten Ergebnisse des «Barometer Gute Arbeit» liefern alarmierende Zahlen. Stress, Erschöpfung und Überlastung nehmen spürbar zu: Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmenden berichten von entsprechenden Symptomen. Lange Arbeitszeiten, hohe psychische Belastungen und mangelnde Erholung prägen den Arbeitsalltag vieler Menschen – ein Befund, der uns in Alarmbereitschaft versetzen muss.
Riccardo Longhitano, 16 Jahre alt, ist Lernender im zweiten Lehrjahr als Kaufmann EFZ bei der Syna. Er schätzt die Abwechslung in der Ausbildung, den Sinn hinter der Arbeit und sorgt mit viel Sport für den nötigen Ausgleich.
Im Rahmen ihres Einsatzes für Gleichstellung und gute Arbeitsbedingungen hat Syna bei ihren Mitgliedern eine Umfrage zu sexistischer und sexueller Gewalt am Arbeitsplatz durchgeführt. Die Berichte zeigen, wie gross ein Problem ist, über das oft geschwiegen wird.
Stress, Erschöpfung oder psychische Erkrankungen sind am Arbeitsplatz kein Tabuthema mehr – sorgen aber oft für Unsicherheit. Zwei Beispiele aus dem Berufsalltag zeigen, welche Rechte Arbeitnehmende haben, was sie ihrem Arbeitgebenden sagen müssen und wo klare Grenzen gesetzt sind.
Engagiert und ambitioniert starten viele junge Menschen ins Berufsleben – und fühlen sich dennoch zunehmend gestresst oder emotional erschöpft. Der von Travail.Suisse veröffentlichte «Barometer gute Arbeit 2025» zeigt: Die psychische Gesundheit wird bereits beim Berufseinstieg zu einem zentralen Thema.
Nach zähen Verhandlungen haben sich die Sozialpartner auf einen neuen Landesmantelvertrag (LMV) geeinigt. Entscheidend für den Durchbruch war der grosse Druck von der Strasse – und damit von den Bauarbeiterinnen und Bauarbeitern selbst.
Die Sozialpartner haben 14 innenpolitische Massnahmen beschlossen, die den Lohnschutz in der Schweiz im Rahmen der neuen bilateralen Verträge mit der EU sicherstellen. Umstritten war bis zuletzt einzig die Massnahme 14 zum Kündigungsschutz von Arbeitnehmendenvertretungen. Nun konnte nach zähem Ringen auch für diese letzte Massnahme eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, diese angepasste Massnahme in die Botschaft aufzunehmen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, erachtet die Anpassungen als akzeptablen Kompromiss.
Der Bundesrat hat heute die Leitlinien der nächsten IV-Reform festgelegt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die Stossrichtung der verabschiedeten Leitlinien. Insbesondere die Förderung des Verbleibs am Arbeitsplatz sowie die Integration und Reintegration von Versicherten in den Arbeitsmarkt sind zentrale und richtige Ziele. Entscheidend wird sein, dass die Reform die Realität zunehmender psychischer Erkrankungen und belastender Arbeitsbedingungen ernst nimmt und die Leistungen der IV sichert.
Der Detailhändler einigt sich mit den Sozialpartnern Syna und dem Kaufmännischen Verband Schweiz im Rahmen des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) auf eine Erhöhung der Lohnsumme um 1,5 Prozent. Dieser Anstieg der Lohnsumme entspricht dem höchsten im Schweizer Detailhandel für das Jahr 2026. Zudem verzichtet das Unternehmen weiterhin als einziger Detailhändler komplett auf den Koordinationsabzug in der Pensionskasse. Davon profitieren insbesondere Teilzeitangestellte, da der gesamte Lohn ohne Abzüge für die Pensionskasse angerechnet wird, was die spätere Rente nachhaltig sichert.
Die Fenaco Genossenschaft, die Gewerkschaften Syna und Unia sowie die Personalkommission fenaco haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV Fenaco) geeinigt. Der neue GAV fenaco beinhaltet zahlreiche Verbesserungen für die Mitarbeitenden. Er legt ein besonderes Augenmerk auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, den Gesundheitsschutz, die Gewährleistung des Datenschutzes und die Mitbestimmung durch die Mitarbeitenden.
