Der Bundesrat verzichtet in seiner AHV2030-Reform richtigerweise auf eine Erhöhung des Rentenalters und bestätigt gleichzeitig die solide finanzielle Basis der AHV. Für Travail.Suisse ist klar: Die Finanzierung der 13. AHV-Rente muss nun rasch und dauerhaft geregelt werden, damit dass das Rentenalter nicht erneut zum politischen Druckmittel wird. Positiv bewertet Travail.Suisse die geplanten Massnahmen zur Schliessung von Beitragsschlupflöchern und die Massnahmen gegen Beitragslücken. Hingegen müssen branchenspezifisch ausgehandelte Frühpensionierungslösungen in jeglicher Reform der Altersvorsorge gewahrt werden.
Mehr als 5000 Personen – in der Mehrheit Arbeitnehmende aus dem Gesundheitswesen – demonstrierten am Samstagnachmittag, 22. November 2025, vor dem Bundeshaus für eine sichere Gesundheitsversorgung. Sie sind betroffen von schlechten Arbeitsbedingungen und Fachkräftemangel im Gesundheitswesen und werfen Bund und Kantonen vor, nicht genug für eine Verbesserung der Situation zu unternehmen. Die vor vier Jahren deutlich angenommene Pflegeinitiative muss endlich umgesetzt werden.
Resultate des «Barometer Gute Arbeit 2025»
Gestern Montag gingen die Verhandlungen im Bauhauptgewerbe zum bald auslaufenden Landesmantelvertrag (LMV) weiter. Trotz intensiven Verhandlungen liegt keine Lösung auf dem Tisch. Konkrete Massnahmen gegen die akute Personalkrise sind zwingend, um die Baubranche wieder attraktiv zu machen. Wird bis Ende Jahr kein Verhandlungsresultat erreicht, tritt zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt ein vertragsloser Zustand auf dem Bau ein – und es droht ein nationaler Branchenstreik.
Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Tankstellenshops konnte erfolgreich neu verhandelt werden. Der neue GAV bringt u. a. Verbesserungen bei den Mindestlöhnen, der Arbeitsplanung und der Arbeitssicherheit mit.
Der neue Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Reinigung setzt ab 2026 ein klares Zeichen für weiterhin faire Arbeitsbedingungen in der Branche. Er gilt für sämtliche Reinigungsbetriebe in der Deutschschweiz mit ihren rund 75'000 Arbeitnehmenden. Der GAV sorgt ausserdem für Wettbewerbsgleichheit und trägt zu einer stabilen und professionellen Entwicklung der Reinigungsbranche bei.
Nach kraftvollen Protesttagen in verschiedenen Teilen der Schweiz ist die landesweite Protestwelle heute in Zürich angekommen. Damit geben Bauarbeiter ihre Antwort auf die Blockadehaltung der Baumeisterspitze bei der Neuverhandlung des Landesmantelvertrags (LMV). Denn obwohl heute jeder zweite die Branche verlässt, verweigert der Baumeisterverband familienfreundliche Arbeitszeiten für die Bauarbeiter. Rund 2'500 Bauarbeiter aus der Ostschweiz, Zentralschweiz und Zürich sind heute durch die Bau-Metropole Zürich und zum Sitz der Baumeisterspitze gezogen, um sich für ihre Rechte einzusetzen.
Die Gewerkschaften Syna und Unia konnten sich mit Fenaco das dritte Jahr in Folge in den Lohnverhandlungen nicht auf eine generelle Lohnerhöhung einigen. Sie haben das Ergebnis der Lohnverhandlungen abgelehnt, da dieses nur einen kleinen Anteil Erhöhung für das gesamte Personal enthält. Die Beschäftigten brauchen angesichts der gestiegenen Krankenkassenprämien und Lebenskosten eine Lohnerhöhung für alle statt eine individuelle Lohnverteilung.
Nachdem die Baumeisterspitze immer wieder zusätzliche Verhandlungstermine abgelehnt hatte, sind die Verhandlungen zum bald auslaufenden Landesmantelvertrag Bau (LMV) gestern weitergegangen. Die Gewerkschaften haben vorgeschlagen, die Verhandlungen zu beschleunigen. Der Baumeisterverband hat dies abgelehnt. Obwohl jeder zweite Maurer die Branche wegen zu langer Arbeitstage verlässt, blockiert der Baumeisterverband weiterhin notwendige Verbesserungen. Stattdessen sollen die Bauarbeiter noch mehr leisten – für weniger Lohn. Seit Mitte Oktober haben sich über 12'000 Bauarbeiter an einer landesweiten Protestwelle beteiligt. Am kommenden Freitag legen nun Bauarbeiter in weiteren Regionen der Deutschschweiz ihre Arbeit nieder und ziehen vor den Sitz des Baumeisterverbandes in Zürich, um sich für ihre Rechte einzusetzen.
