Der Ständerat hätte zeigen können, wie in der Schweiz eine moderne Familienpolitik aussehen würde. Er hat es nicht getan und unsere Initiative abgelehnt – obwohl den Ratsherren klar ist, dass es einen Vaterschaftsurlaub braucht …
Was für ein Kontrastprogramm innerhalb nur einer Woche! Kommentar von Syna-Präsident Arno Kerst.
Es gibt rassistische Diskriminierung in der Schweiz, und zwar hauptsächlich in der Arbeitswelt und im Bildungswesen. Syna akzeptiert nicht, dass sich Arbeitnehmende der Ungleichbehandlung und Entwürdigung in der Arbeitswelt aussetzen müssen!
Der 14. Juni 2019 war ein Tag, den die Schweiz nicht so schnell vergessen wird. Doch es soll nicht bei diesem einen, denkwürdigen Tag bleiben: Syna setzt sich dafür ein, dass die Gleichstellung in der Arbeitswelt endlich umgesetzt wird.
Der 2. Frauen*streik verlief mit mehr als einer halben Million Teilnehmer*innen sogar noch erfolgreicher als der erste nationale Frauen*streik 1991. Die Frauen* machten damit mehr als deutlich, wie wichtig und dringend ihre Forderungen sind.
Heute hat der Ständerat über drei Vorstösse zum Thema Vaterschaftsurlaub diskutiert. Allerdings hat er es verpasst zu zeigen, wie in der Schweiz eine moderne Familienpolitik aussehen könnte und hat die Volksinitiative für 20 Tage Vaterschaftsurlaub abgelehnt. Immerhin erkannte er aber das gesellschaftliche Bedürfnis und hat dem Gegenentwurf zugestimmt.
Für ältere Arbeitslose ist die Situation schwierig. Auch an der Konferenz für ältere Arbeitnehmende gab es dazu nur kleine Erfolge. Immerhin: Der Bundesrat will für über 60-Jährige eine Überbrückungsleistung einführen.
Nach wie vor besteht eine ungleiche Geschlechtervertretung in Schweizer Führungsgremien: In den Konzernleitungen wird nicht einmal jede 10. Stelle von einer Frau besetzt. Syna und Travail.Suisse fordern Massnahmen, damit Frauen endlich angemessen in Führungsgremien repräsentiert sind.
