Anlässlich des heutigen Nationalen Tags der betreuenden Angehörigen hat Travail.Suisse seine Plattform info-workcare.ch im neuen Gewand lanciert. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Aufgaben als betreuende:r Angehörige:r ist nach wie vor eine Herausforderung. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden und Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung IGAB, hat die erste nationale elektronische Plattform mit allgemeinen Informationen, praktischen Tipps und Adressen für Berufstätige, die regelmässig Pflege- und Betreuungsaufgaben für Angehörige übernehmen, aktualisiert.
In der Schweiz arbeiten fast 2 Millionen Arbeitnehmende oder 40 Prozent aller Erwerbstätigen in Teilzeit. Das geht aus einer heute veröffentlichten Publikation des Bundesamts für Statistik hervor. Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Sie ermöglicht es Arbeitnehmenden, Erwerbsarbeit und familiäre Betreuungsaufgaben oder eine Ausbildung zu vereinbaren. Gleichzeitig zeigen sich auch problematische Seiten der Teilzeitarbeit, beispielsweise überzogene Forderungen der Arbeitgebenden bezüglich der zeitlichen Flexibilität der Arbeitnehmenden. Für Travail.Suisse ist klar, dass Teilzeitarbeit einem wichtigen Bedürfnis der Arbeitnehmenden entspricht. Gleichzeitig ist es notwendig, die Bedingungen für Teilzeitarbeit zu modernisieren und zu verbessern.
Der heute vom Bundesrat verabschiedete Bericht zeigt einmal mehr die lohnmässige Benachteiligung im Zusammenhang mit Mutterschaft. Fakt ist: Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist nach wie vor nicht erreicht. Mehrere Faktoren, wie der Zivilstand, der Familienstatus oder ein Teilzeitpensum stehen zwar objektiv mit den Lohnunterschieden in Zusammenhang, rechtfertigen sie jedoch keineswegs. Es ist vielmehr der bestehende strukturelle Rahmen, der Lohnunterschiede begünstigt – darunter die ungleiche Verteilung der Arbeit für die Betreuung von Familienangehörigen oder Dritten. Eine gleichberechtigte Familienzeit kann diesen Rahmen verändern.
Syna und die Sonntagsallianz fordern: Der Sonntag muss geschützt bleiben
An einer Medienkonferenz hat Travail.Suisse heute gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden eine umfassende Analyse zur Teilzeitarbeit in der Schweiz präsentiert. Teilzeitarbeit ist in der Schweiz weit verbreitet und wird nach wie vor überwiegend von Frauen ausgeübt. Die Analyse zeigt, dass Teilzeitarbeit den Bedürfnissen der Arbeitnehmenden entspricht, dass aber Anpassungen notwendig sind, um negative Auswirkungen zu minimieren. Der Dachverband stellt 19 Forderungen zur Modernisierung des «Schweizer Modells» der Teilzeitarbeit vor und räumt gleichzeitig mit einigen Vorurteilen und Unwissen auf.
Das Projekt für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben im Gebäudehüllengewerbe schreitet voran: Erste Ergebnisse der Umfrage sind da. Interessierte können sich noch für die Arbeitsgruppe und Pilotprojekte anmelden.
Das Projekt für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in der Holzbaubranche schreitet voran: Die Ergebnisse der Branchenbefragung sind eingetroffen. Interessierte können sich noch für die Arbeitsgruppe und Pilotprojekte anmelden.
Eine neue Publikation des Bundesamts für Statistik verdeutlicht erneut, dass die Schweiz im europäischen Vergleich die mit Abstand längsten Arbeitszeiten aufweist. Die vertragliche Arbeitszeit ist in den letzten Jahren trotz wachsender Produktivität nicht gesunken. Weniger gearbeitet wird hauptsächlich aufgrund der wachsenden krankheitsbedingten Absenzen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von Syna, fordert deshalb ein Umdenken bei der Arbeitszeit: Es braucht mehr Erholung für gesündere und zufriedenere Arbeitnehmende.
Am 2. April 2025 lanciert Syna mit einem breiten Bündnis die Familienzeit-Initiative. Diese will einen Elternurlaub von 36 Wochen einführen, das heisst 18 Wochen für jeden Elternteil, die nicht übertragbar sind, und damit den heutigen Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub ersetzen.
