Syna, die Gewerkschaft, kritisiert die angekündigte Erhöhung der Krankenkassenprämien für 2026 und verlangt, dass die Haushalte nicht länger allein die Folgen politischer Untätigkeit tragen müssen.
Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst den heutigen Entscheid des Nationalrates, die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeitsinitiative) abzulehnen. Die Initiative gibt eine falsche und schädliche Antwort auf bestehende Herausforderungen. Der Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen würde mit der Initiative zunehmen. Gleichzeitig würde dadurch kein einziges Problem hinsichtlich der steigenden Lebenshaltungskosten effektiv gelöst. Starre und bürokratische Bevölkerungsobergrenzen würden vielmehr verhindern, dass gute Lösungen für die Folgen der alternden Bevölkerung gefunden werden können. Travail.Suisse lehnt die Initiative deshalb mit grosser Überzeugung ab.
Unter dem Motto «Gesundheitsversorgung: Das sind wir für euch» ruft das Bündnis Gesundheitspersonal zu einer nationalen Kundgebung am 22. November auf dem Bundesplatz auf: Für eine sichere Gesundheitsversorgung, angemessene Arbeitsbedingungen und die Umsetzung der Pflegeinitiative. Aufgerufen ist nebst den Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen auch die breite Bevölkerung.
Die Neuverhandlung des Landesmantelvertrags (LMV) läuft bereits seit mehreren Monaten. Obwohl nur noch zwei Verhandlungsrunden anstehen, ist keinerlei Lösung in Sicht. Obwohl jeder zweite Maurer die Branche wegen zu langen Arbeitstagen verlässt, verweigert der Baumeisterverband familienfreundliche Arbeitszeiten für die Bauarbeiter. Im Gegenteil: Die Bauarbeiter sollen noch mehr arbeiten für weniger Lohn. So treibt der Baumeisterverband den Fachkräftemangel erst recht an.
Der Ständerat hat heute den Gegenvorschlag zur Kita-Initiative drastisch gekürzt: Die Programmvereinbarungen zwischen den Kantonen und dem Bund werden beibehalten, jedoch auf die Schaffung von Betreuungsplätzen und die Umsetzung spezifischer Massnahmen für Kinder mit Behinderungen beschränkt. Massnahmen zur Verbesserung der Betreuungsqualität lehnt der Ständerat ab. Der Verpflichtungskredit wird um die Hälfte gekürzt. Angesichts dieser regelrechten Demontage der ursprünglichen parlamentarischen Initiative der WBK-N kann Travail.Suisse seine Unterstützung für die Kita-Initiative nur bekräftigen.
Der Nationalrat hat heute mit knapper Mehrheit entschieden, die 13. AHV-Rente einzig über eine befristete Mehrwertsteuererhöhung finanzieren zu wollen – und damit auf eine nachhaltige Lösung verzichtet. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, bedauert diesen Entscheid sehr. Er ist eine verpasste Chance, die AHV langfristig und solide abzusichern.
Der Ständerat hat sich gestern für das Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung (HBB) und für die Einführung der neuen Titel «Professional Bachelor» und «Professional Master» ausgesprochen. Travail.Suisse begrüsst diesen Entscheid und fordert den Nationalrat auf, dem Ständerat in der kommenden Wintersession zu folgen.
In der Schweiz arbeiten fast 2 Millionen Arbeitnehmende oder 40 Prozent aller Erwerbstätigen in Teilzeit. Das geht aus einer heute veröffentlichten Publikation des Bundesamts für Statistik hervor. Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Sie ermöglicht es Arbeitnehmenden, Erwerbsarbeit und familiäre Betreuungsaufgaben oder eine Ausbildung zu vereinbaren. Gleichzeitig zeigen sich auch problematische Seiten der Teilzeitarbeit, beispielsweise überzogene Forderungen der Arbeitgebenden bezüglich der zeitlichen Flexibilität der Arbeitnehmenden. Für Travail.Suisse ist klar, dass Teilzeitarbeit einem wichtigen Bedürfnis der Arbeitnehmenden entspricht. Gleichzeitig ist es notwendig, die Bedingungen für Teilzeitarbeit zu modernisieren und zu verbessern.
Der Landesmantelvertrag (LMV) für rund 80'000 Bauarbeiter wird neu verhandelt. Die Branche steckt in einer tiefen Personalkrise und die Bauarbeiter brauchen dringend familienfreundlichere Arbeitszeiten. Seit Juli wird verhandelt, doch auch in der zweiten Runde blockierte der Baumeisterverband sämtliche Lösungsvorschläge und forderte stattdessen längere Arbeitstage für weniger Lohn.
