Der Nationalrat hat heute einen richtungsweisenden Entscheid zur Unterstützung der Stahl- und Aluminiumindustrie gefällt. Über vier Jahre sollen die energieintensiven Werke von Stahl Gerlafingen, Swiss Steel und Novelis bei den Netznutzungsgebühren entlastet werden. Damit ist auch klar: Massenentlassungen müssen jetzt vom Tisch!
Über 300 Menschen, darunter zahlreiche Stahlarbeiter/-innen von Swiss Steel/Steeltec, haben heute vor dem Stahlwerk in Emmenbrücke (LU) gegen den geplanten Abbau von 130 Stellen protestiert. Sie verlangen von der Firma, die politischen Entscheidungen des Parlaments abzuwarten und auf die Kündigungen zu verzichten.
Am 9. und 10. November trafen sich die Delegierten von ACLI in Luzern zu ihrem Kongress unter dem hoffnungsvollen Titel „Il coraggio della pace" (Der Friedenskorridor).
Am 26. Oktober 2024 trafen sich die Syna-Delegierten hochmotiviert in Olten. An der Migrationskonferenz konnte eine starke und engagierte Migrationskommission für vier Jahre gewählt werden. Diese übernimmt die notwendige Brückenfunktion zwischen den Regionen und der Syna-Zentrale.
Heute haben Arbeiter/-innen des Stahlwerks Emmenbrücke vor dem Kantonsrat in Luzern Präsenz markiert. Sie wehren sich gegen den Abbau von 130 Stellen bei Steeltec und fordern die kantonale Politik auf, sich bei der Firma für den Erhalt der Arbeitsplätze einzusetzen.
Während die Politik Massnahmen vorantreibt, um die Rahmenbedingungen für die Schweizer Stahlindustrie zu verbessern, will Swiss Steel 130 Stellen abbauen. Das ist unverständlich. Das Unternehmen muss die Arbeitsplätze erhalten und die Wirkung der politischen Massnahmen abwarten. Ein heute lancierter öffentlicher Appell fordert «Keine Entlassungen bei Swiss Steel!».
Die Gerüstbaubranche in der Schweiz ist gut gerüstet für die kommenden Jahre: Mit einem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) setzen die Sozialpartner – die Gewerkschaften Syna und Unia sowie der Arbeitgeberverband SGUV – auf nachhaltige Arbeitsbedingungen und fairen Wettbewerb. Der neue GAV, der am 1. April 2025 in Kraft tritt und für vier Jahren gilt, bringt entscheidende Fortschritte für Unternehmen und Beschäftigte, um die Branche zukunftssicher und wettbewerbsfähig zu gestalten.
Der Kampf der Arbeiter/-innen von Stahl Gerlafingen für ihre Arbeitsplätze und die positiven Zeichen aus der Politik der letzten Tage zeigen Wirkung: Das Unternehmen verzichtet vorerst auf die im Oktober angekündigte Entlassung von 120 Beschäftigten. Stattdessen wird ein Teil der Beschäftigten in Kurzarbeit gehen. Damit wird eine zentrale Forderung der Arbeiter/-innen, Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände erfüllt. Parlament und Bundesrat müssen jetzt weitere Schritte machen, um die Schweizer Stahlindustrie langfristig zu erhalten.
UREK-N für Entlastung der Stahlwerke bei Stromkosten - Die Umweltkommission des Nationalrats hat eine wichtige Sofortmassnahme zum Erhalt der Schweizer Stahlwerke vorangetrieben. Die Stahlwerke sollen während vier Jahren einen Preisnachlass bei den Netznutzungsgebühren erhalten. Dies ist ein klares Zeichen, dass die Politik den Weiterbetrieb der Schweizer Stahlwerke will. Die Stahlunternehmen müssen gleichzeitig die bestehenden Arbeitsplätze erhalten.
