Die SGK-N hat heute entschieden, an der Finanzierung der 13. AHV-Rente über eine befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer festzuhalten. Sie will allerdings die jährliche Zusatzfinanzierung für die 13. AHV senken und so das wichtigste Sozialwerk der Schweiz in ein strukturelles Defizit führen. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, kritisiert diesen Entscheid deutlich und spricht sich weiterhin für das nachhaltige und ausgewogene Finanzierungsmodell des Ständerates aus. Kritisch beurteilt der Dachverband auch den Entscheid der Kommission zu den Familienzulagen.
Wird die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» am 14. Juni 2026 angenommen, drohen der Schweiz weitreichende Folgen: Der Lohnschutz wird zerstört, Wohlstand und Arbeitsplätze geraten in Gefahr, und die Versorgung im Gesundheitswesen kann nicht mehr sichergestellt werden. Die SVP-Initiative ist eine Chaos-Initiative, die Arbeitnehmende mit Lohndruck, Unsicherheit und Instabilität konfrontiert und ausserdem die bilateralen Verträge mit der EU gefährdet. Die Gewerkschaft Syna lehnt sie klar ab.
Die Schweizer Berufsbildung bietet nach wie vor solide Beschäftigungsaussichten, sieht sich jedoch mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Der Bildungsbericht Schweiz 2026 zeigt eine Stagnation der Abschlussquote auf der Sekundarstufe II, einen Rückgang der Anzahl Lehrbetriebe sowie eine begrenzte Durchlässigkeit zum Tertiärbereich. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, setzt sich für eine Weiterentwicklung der Berufsbildung ein, die darauf abzielt, deren Qualität zu stärken, die Arbeit der Berufsbildner aufzuwerten und sozioökonomische Ungleichheiten abzubauen.
Der Ständerat hat heute entschieden, an einer unbefristeten Mischfinanzierung für die 13. AHV-Rente festzuhalten. Damit hat er eine wichtige Grundlage für die stabile und nachhaltige Finanzierung geschaffen. Die Kombination aus Lohnbeiträgen und Mehrwertsteuer sorgt für eine solidarische Lastenverteilung, an der sich sowohl Rentnerinnen und Rentner als auch Gutverdienende beteiligen. Travail.Suisse begrüsst diesen pragmatischen Ansatz, der Planungssicherheit schafft und die AHV langfristig stärkt. Nun ist der Nationalrat gefordert, diesem ausgewogenen Modell zu folgen.
Der Nationalrat hat sich am 18. März gegen die Einführung einer 13. IV-Rente ausgesprochen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Gewerkschaft Syna, zeigt sich enttäuscht über diesen Entscheid. Damit verpasst es die grosse Kammer, die teils prekäre Lebenssituation von Bezügerinnen und Bezügern von Invalidenrenten wirksam zu verbessern.
Der Nationalrat will die ärztliche Schweigepflicht gegenüber Arbeitgebern lockern, wenn Angestellte aufgrund einer Erkrankung im Betrieb fehlen. Der Rat unterstellt zudem Ärztinnen und Ärzten, dass sie immer häufiger Arztzeugnisse in betrügerischer Art und Weise ausstellen und fordert entsprechende Massnahmen dagegen.
Der Ständerat hat heute entschieden, dass kantonale Mindestlöhne künftig nicht mehr gelten sollen, wenn sie über den sozialpartnerschaftlich ausgehandelten Mindestlöhnen aus allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträgen liegen. Der Ständerat beschränkt damit die bisher geltenden Volksrechte und verunmöglicht es der Stimmbevölkerung, existenzsichernde Löhne zu erlassen. Travail.Suisse lehnt diesen Angriff auf die Mindestlöhne und die Volksrechte entschieden ab.
Der 1. Mai soll in der ganzen Schweiz ein arbeitsfreier Feiertag werden. Nationalrätin Léonore Porchet, Vizepräsidentin von Travail.Suisse, hat dazu eine entsprechende Motion eingereicht. Ziel ist es, die gesetzlichen Grundlagen so anzupassen, dass der Tag der Arbeit für alle Arbeitnehmenden in der ganzen Schweiz arbeitsfrei ist. Mit dem Einreichen der Motion unterstützt der Vorstand von Travail.Suisse den Auftrag, welcher der Gewerkschaft Syna anlässlich des Kongresses 2023 von den Delegierten erteilt wurde.
