Am 14. Juni stimmt die Schweiz über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz (Nachhaltigkeitsinitiative)» ab. Was das konkret bedeutet, ist für viele nicht ganz klar. Wir treffen Thomas Bauer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse, vor dem Inselspital in Bern und sprechen über mögliche Folgen für Arbeitnehmende, die Wirtschaft und den Alltag.
Der Bundesrat hat heute die Vernehmlassung zur AHV2030 eröffnet. Travail.Suisse, der Dachverband von Syna, begrüsst die Vorschläge zur Schliessung von Beitragslücken und zur Stärkung der Finanzierung. Für Travail.Suisse ist ausserdem unverzichtbar, dass sozialpartnerschaftliche Lösungen für Arbeitnehmende in Berufen mit hohen physischen oder psychischen Belastungen möglich bleiben.
Dieser Tage erhalten Vertreter/-innen aus Politik, Arbeitgeberverbänden und Sozialpartnern eine wichtige Mitteilung. Der Inhalt: eine Resolution mit konkreten Forderungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen im Industriesektor. Das Dokument wurde von den Teilnehmern der Industrietagung 2026 von Syna, OCST und SCIV vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Instabilität verabschiedet.
Anlässlich der «95% Ziel-Tagung» kamen gestern zahlreiche Akteure aus dem Bildungsbereich zusammen. Sie mussten feststellen: Die Schweiz bleibt hinter ihrem bildungspolitischen Ziel zurück, wonach 95 Prozent der 25-Jährigen über einen Abschluss auf der Sekundarstufe II verfügen sollen. Travail.Suisse fordert verstärkte Anstrengungen von allen Beteiligten, um sicherzustellen, dass keine Jugendlichen durch die Maschen fallen und mit einem Abschluss ins Berufsleben starten können.
Wird die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» am 14. Juni 2026 angenommen, drohen der Schweiz weitreichende Folgen: unter anderem für temporäre Saisonniers. Pasquale Perna, ein Betroffener, warnt im Interview mit Syna vor schlechteren Arbeitsbedingungen.
Pasquale Perna kam 1979 mit dem Saisonnier-Status in die Schweiz. Er erlebte die Trennung von seiner Familie, eine unsichere, instabile Lebenslage und schwierige Arbeitsbedingungen. Heute ruft er klar dazu auf, jeden Rückschritt abzulehnen.
Der Nationalrat hat heute die Umsetzung der Pflegeinitiative beraten, die 2021 mit einer grossen Mehrheit von 61% von der Schweizer Bevölkerung angenommen wurde. Er hat es jedoch abgelehnt, die Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonals wirksam zu verbessern und ignoriert damit die enorme Arbeitsbelastung, denen das Personal seit Jahren ausgesetzt ist. Der Nationalrat hat heute den Volkswillen missachtet. Jetzt muss der Ständerat handeln.
Der Nationalrat hat an seiner heutigen Sitzung einer Motion zugestimmt, welche die Arbeits- und Ruhezeiten von Arbeitnehmenden ab einem Jahreslohn von 120'000 CHF komplett liberalisieren will. Der Nationalrat startet damit seinen nächsten Frontalangriff auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es ist nun am Ständerat, diesen Entscheid zu korrigieren.
Der Nationalrat hat heute eine Motion von Giorgio Fonio, Vizepräsident von Travail.Suisse, gutgeheissen, die ein neues Programm für Personen fordert, die ihre Erwerbstätigkeit aus familiären Gründen während mehrerer Jahre unterbrochen haben. Das Programm soll von der Arbeitslosenversicherung finanziert werden. Travail.Suisse begrüsst diesen Entscheid als wirksamen ersten Schritt zur Unterstützung von Wiedereinsteigenden.
Ab morgen berät der Nationalrat die zweite Etappe der Umsetzung der Pflegeinitiative. Für das Gesundheitspersonal ist klar: der Gesetzesentwurf (BGAP) ist absolut ungenügend, denn er sieht keine Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen vor. Mit einem riesigen Transparent und einem grossen Herz waren sie deshalb heute auf dem Bundesplatz und überreichten den Parlamentarier/-innen einen dringenden Appell mit fast 190'000 Unterschriften. Er fordert die vollständige und sofortige Umsetzung der Pflegeinitiative.
